MYANMAR

und die Andamanensee

Andamanensee - Malaysia - Thailand - Myanmar

Das Kulturerbe Myanmars (Birma) ist sehr stark von Buddhismus und uralten Traditionen geprägt. Auch heute noch werden dadurch Alltag und Lebensweise der Einwohner so intensiv wie in keinem anderen Land gelenkt. Gangerl reiste 2012 durch den vom Glauben an Buddhas Lehren geprägten, südostasiatischen Staat und erlebte dort eine für uns fast unvorstellbar entschleunigte Zeit. Er lernte die Sitten und Bräuche der Burmesen kennen, traf auf Kulturminderheiten und besuchte eine Vielzahl der kulturellen Stätten und Sehenswürdigkeiten des Landes. Begleiten Sie Gangerl an einem seiner Vortragsabende durch Thailand und die Andamanensee, um schließlich einen hautnahen Eindruck vom Leben im tiefgläubigen Myanmar zu erhalten.

Die erstmalige Einreise nach Myanmar mit seiner Segelyacht „Bavaria II“ gestaltete sich für den Weltenbummler als äußerst schwierig. Aufgrund eines fehlenden Dokuments sollten er und seine Chartergäste in Gewahrsam genommen werden, was nur durch eine schnelle Flucht verhindert werden konnte. Als die Gäste von Bord waren, ein Trupp von Tauchern, brachte Gangerl seine Yacht nach Langkawi in Malaysia und hängte sie in einer geschützten Bucht ganz ohne Bewachung vor zwei Anker.

Mit der Fähre ging es nach Satun und mit dem Nachtbus weiter nach Bangkok. Dort sah er sich während seiner dreitägigen Wartezeit auf das Visum das bunte Treiben und einige Sehenswürdigkeiten der thailändischen Hauptstadt an. Währenddessen fand der Chakri-Tag statt, ein Fest zu Ehren der Thronbesteigung des ersten Chakri-Königs. Die Feierlichkeit fand mit einem noch nie zuvor gesehenen Prunkaufmarsch vor den Augen des Königspaares an dessen Palast statt.

Mit dem Visum in der Tasche flog der Weltenbummler nach Yangon, da eine Einreise über Land nicht gestattet war. Mit dem Nachtbus ging es anschließend direkt weiter nach Mandalay. Dort besuchte er alle erdenklichen Tempel und Sehens-würdigkeiten, von welchen der Besuch im Mahamuni Buddha Tempel mit der 3,80 hohen, goldenen Buddha-Statue einen besonders tiefen Eindruck hinterlassen hat. Tausende Leute fanden sich täglich um 4 Uhr morgens an diesem Wallfahrtsort ein, um der Morgentoilette des Buddhas beizuwohnen. Mönche wuschen die Statue und putzten deren Zähne, während Gläubige auf Knien rutschend das Frühstück für Buddha brachten.

Da gerade das burmesische Neujahresfest „Thingyan“ anstand, das aus dem Buddhismus herrührt, ertrank das Land tagsüber regelrecht im Wasser. So wie man bei uns mit Raketen und Böllerei das vergangene Jahr verscheucht, so wird bei den Burmesen das alte Jahr und seine Sünden mit Wasser weggespült, damit man frisch ins neue Jahr starten kann. Vier Tage lang waren alle Geschäfte geschlossen, auf den Straßen wurde aus allen Leitungen, Kübeln und Spritzpistolen auf die vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer gespritzt. Sogar Feuerwehrschläuche kamen bei dieser Feierlichkeit zum Einsatz, wobei der mächtige Druck manchen Motorradfahrer aus dem Sattel gerissen hat. Es herrschte freudig ausgelassener Ausnahmezustand, was bei 45 Grad im Schatten gar nicht so unangenehm war.

In der Nähe von Pyin U Lwin besuchte Gangerl die riesige Tropfsteinhöhle Peik Chin Myaung, durch die ein Bach fließt und zahlreiche Buddha-Statuen sowie Schreine und goldene Stupas in einzigartiger Atmosphäre zu bewundern sind. Mit einem alten Fischerkahn führte ihn seine Reise auf dem Fluss Ayeyarwady weiter zu einigen Tempeln, zu den Pagoden von Sagaing und schließlich zur historischen Königsstadt Bagan. Ein architektonisches Weltwunder, da dort zwischen 11. und 13. Jahrhundert tausende Tempel und Sakralgebäude errichtet wurden.

Auf dem Gipfel des erloschenen Vulkans Mount Popa steht der heilige Tempel Tuyin Taung, eine Pagode, die zu Ehren der Nats errichtet wurde. Nats sind übernatürliche Wesen mit menschlicher Vorgeschichte, die von den Burmesen teils schon vor der Verbreitung des Buddhismus angebetet wurden. Auch an diesem Ort erhielt der Weltenbummler Einblick in eine uns fremde, zauberhafte Welt und spürte dabei die hohe Verehrung, die die Burmesen ihren Geistern andächtig entgegenbringen.

Weiter ging es für ihn mit einer Barkasse, die um Haaresbreite untergegangen wäre, nach Mingun. In diesem Dorf sollte 1790 die größte Pagode der Welt errichtet werden, das Projekt kam allerdings nie zur Vollendung. Aber noch heute kann man dort die weltweit zweitgrößte Glocke mit einem beeindruckenden Gewicht von 87 Tonnen bewundern, die neben dem Fundament der Pagode hängt.

Über Pakokku und Meiktila reiste Gangerl in die Shan-Region zum herrlichen Inle-See, der zwischen hohen Bergen eingebettet liegt. Mit den weltweit einmaligen Einbeinruderern, den schwimmenden Gemüseinseln, den auf Stelzen gebauten Dörfern und den zahlreichen Kulturminderheiten, hinterließ die beeindruckende Wasserwelt des fantastischen Bergsees einen bleibenden Eindruck. Aber auch der Besuch beim schier grenzenlos erscheinenden, einzigartigen Pagodenwald Kakku in Taunggyi wurde mit größtem Staunen belohnt. Weit über 2.000 Stupas im eleganten Shan-Stil, die einen heiligen Ort für die Volksgruppe der Pa'O bilden, wurden schätzungsweise im 16. Jahrhundert erbaut. Sie formen einen architektonischen Irrgarten, in dem man sich verlaufen kann.

Anschließend fuhr der Aussteiger nach Pindaya zu den gigantischen Tropfsteinhöhlen mit ihren 8.000 Buddhastatuen und flog danach, da eine Überlandreise verboten war, nach Kyaing Tong. Eine Stadt mit sechs verschiedenen Schreibweisen für ihren Namen. Die anliegende Bergregion ist die Heimat der ethnischen Stämme Lisu, Akha, Lahu, Ann, Tai, Khun, Tai Lü und der Wa. Tagelang durchforstete er mit einem Führer die Gegend, um zu den Kulturminderheiten in den Bergen zu gelangen. Das sollte sich aber nicht so einfach gestalten, da für jeden Besuch eines der Völker eine separate Aufenthaltsgenehmigung benötigt wurde. Tägliches Anstehen bei der Immigration wurde zur Routine, aber nicht weniger nervtötend.

Der Grenzgänger Gangerl wäre nicht er, würde er nicht versuchen, das alltägliche Warten zu umgehen. Und so wagte er sich zusammen mit seinem Guide und Dolmetscher ohne Permit weit in die Berge hinein zu entlegenen Stämmen, die zuvor noch kaum einen Fremden gesehen hatten. Um den Kontrollen des Militärs zu entgehen, begann bereits um 3 Uhr früh die abenteuerliche Fahrt mit schweren 250er Geländemaschinen zu den ethnischen Volksstämmen. Ein Dorf der Palaung war nicht erreichbar, da der Pfad dorthin Monate zuvor bei starkem Monsunregen verschüttet wurde und noch keine Möglichkeit geschaffen wurde, die Isolation des Dorfes aufzuheben.

Wieder zurück in Yangon besuchte der Tramp abends die Pagode Shwedagon, in der unglaubliche 60 Tonnen Gold verarbeitet sind. Zu Vollmond fand dort ein Schauspiel besonderer Art ab, da tausende Menschen in den Tempel strömten, um im Schein der unzähligen Kerzen zu beten. Nächstes Ziel war der goldene Fels von Kyaiktiyo. Hoch oben in den Bergen liegt dieser Wallfahrtsort, der täglich ein Ziel von tausenden Pilgern ist. Der Legende nach soll der Fels die Form von Buddhas Schädel haben und nur durch zwei seiner Haare im Gleichgewicht gehalten werden. Tags darauf ging es bereits weiter nach Bago, der einstigen Hauptstadt eines mächtigen Königreichs. Schon von weitem glänzt die Shwemawdaw-Pagode, die mit 114 Metern die höchste Myanmars ist.

Anschließend flog Gangerl nach Bangkok und in zweitägiger Busreise ging es weiter nach Malaysia zu seiner Segelyacht. Eine sehr spannende, interessante und tiefsinnige Reise mit vielen Eindrücken ging zu Ende.

 

 

 

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