Herzlich Willkommen auf der Website des Weltumseglers und Abenteuerers Wolfgang Clemens!
Herzlich Willkommen auf der Website des Weltumseglers und Abenteuerers Wolfgang Clemens!

Vortrag 10: Endstation Paradies

Afrika – Himalaya – Seychellen – Strandung

Afrika. 52.000 km auf dem Landweg durch 30 Länder! Ein Jugendtraum treibt ihn unbarmherzig voran. Er muss die wildlebenden Gorillas sehen. Tagelang wartet er in Mogahinga-Uganda auf einen Dschungeltrip. Endlich findet er mit seinem Führer eine Zwölfergruppe dieser faszinierenden Tiere. Plötzlich erhebt sich der Leader ein gewaltiger Silberrücken und trommelt brüllend, in Tarzanmanier seine vor Kraft gewölbte Brust und nähert sich dem graubärtigen Opa aus Deutschland. Vor seinen Füßen legt er sich gemütlich- grunzend nieder und hatte nur Augen für seinen neuen Freund. Gangerls Führer war absolut sprachlos, denn er hatte in seiner zehnjährigen Guide-Tätigkeit so etwas noch nicht erlebt. Dieses gleiche, unbändige Gespür, zeigte Gangerl beim Besuch vieler wildlebender Primitivkulturen. Sehr oft gelangte er an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, aber sein jahrelanges Motivationstraining weckte immer wieder neue Kräfte in ihm. Ein gleichartiger Arztfreund sagte ihm einmal einen Spruch, der ein Leitfaden durch sein Leben war: „Wenn du zum erstenmal sagst, ich kann nicht mehr, hast du ein Zehntel deiner Kraft verbraucht.“ Ein weiterer Antrieb für Gangerl war der Film, den er in seiner Jugend sah, „Soweit die Füße tragen.“

 

Er hatte vor 35 Jahren seine Kunstschmiede gegründet, obwohl damals überhaupt kein Markt dafür da war. Er hatte sich eine Yacht gebaut, obwohl er absolut ein Laie war. Er kaufte sich eine verwahrloste Kneipe mit Hotel im Wald und machte einen absoluten Publikumsrenner daraus. Seine kopfgesteuerten Erfolge machten ihn auf seine Art arrogant. An die zehnmal schrammte er nur mit Glück am Tod vorbei, doch er wollte immer wieder dem Teufel in den Rachen spucken. Er begibt  sich in Länder mit Bürgerkriegen, verbringt Monate, unter unmenschlichen Bedingungen, in chaotischen Gefängnissen. Immer sieht er dabei den berühmten Hoffnungsschimmer, denn er wusste, er habe einen heißen Draht nach oben. Angst kennt er nicht. Er schläft allein zwischen Nilpferden und Krokodilen an den Murchison-Fällen. Er macht die Pokot mit Maisbier besoffen, weil sie sich nicht von ihm fotografieren lassen wollten. Daraufhin wäre die Szene fast eskaliert. Er fliegt mit dem Drachen über die Viktoriafälle, treibt Whitewater-Rafting auf dem Nil und dem Sambesi. Er unternimmt Safaris zu Fuß und auf dem Rücken von Elefanten. Er jumpte von der 110 m hohen Viktoriabrücke und begibt sich auf aufregende Kanusafaris im Sambesi. Nach dem Besuch der Ovahimbas bei den Epupa-Fällen, knallt er beim Rückweg in der Skelettküste von Namibia, in ein Erdloch und unter einem funkensprühenden Knall zerbirst die einzige Batterie im Jeep. Gott aber sendet ihm, in die gottverlassene Gegend einen Wagen der ihn rettet. Als er beim Abseilen am Tafelberg hängt, fasst er den schier unmöglichen Entschluss, auf dem Landwege nach Deutschland zu trampen. An der Grenze von Swaziland wird Clemens nachts um Haaresbreite erschossen. Die Soldaten halten ihn für einen Autodealer, der gestohlene Autos von Südafrika nach Swaziland schleust. Obwohl er die Kugeln der vorbeipfeifenden Geschosse spürt und wieder einmal im Knast landet, setzte er seinen Weg durch Afrika, unbeirrt fort.

 

In Kenia erwischte er die Malaria-Tropica und der Professor des englischen Tropeninstituts gibt keinen Pfennig mehr führ sein Leben. In Nordkenia, auf dem Weg zu den Turkana-Nomaden wird er von Somali-Shiftas bis aufs Hemd ausgenommen. Wieder schickt ihm Gott einen italienischen Vogelforscher, der ihm mit Ausrüstung aus der Patsche hilft. Seine 3000,-- Dollar hatten die Banditen in seiner Unterhose übersehen. In Äthiopien wandert Gangerl wegen Waffenbesitzes wieder in den Knast, auch wenn es nur eine Gaspistole war. Wieder frei, trampt Clemens 8500 km durch das alte Kaiserreich. Er baut sich ein Papyrus Boot, um zu den Tissisat-Wasserfällen zu gelangen. Er besichtigt die alte Kaiserstadt Gondor, die Steinkirchen von Lalibella und die Bergkirchen Abuna-Jemeta in Guh. Er besucht die Afar-Nomaden, deren hübsche Jungfrauen, obwohl moslemischen Glaubens, topless bekleidet sind. Noch als Kind werden ihnen in einem Initiations-Ritual, die Klitoris heraus geschnitten und die Vagina zugenäht. Er trifft sich in Harar mit dem Hyänenmann und füttert von Mund zu Mund nachts 50 wilde Hyänen. An der Grenze zu Somalia wird er wiederum vom Militär verhaftet, weil er sich auf verbotenem Gebiet aufhält. Ein absolutes Highlight für den Kulturburschen ist dann das Gebiet um den Omo-River. Er trampt nach Jinka, kaufte sich ein Reit- und Packmuli und reitet zu den Surma- und Mursi-Stämmen mit den großen Tontellern, in der Unterlippe. Unterwegs stirbt sein Reitpferd und er muss tagelang zu Fuß gehen. Weitere Höhepunkte waren die Hama-, Galep- und Karo-Tribes, die mit ihren Lehmkonstruktionen im Haarbereich wahre Künstler sind. Er besucht den Bume-Stamm und überquerte wieder illegal die Grenze zum Sudan. Dort entdeckt er einen unbekannten Stamm, der noch total nackt lebt. Besonders auffällig sind Pearcings und Skincuting. Ein Schönheitsritual sind die unzähligen Narben am ganzen Körper, die sich zu schönen Mustern formen.

 

Zurück in Addis Abeba trifft er sich mit Karl-Heinz Böhm und fährt anschließend als LKW-Driver mit einer Ladung Kaffee in den Sudan nach Khartum. Da es kein Visum für Touristen gab, hatte sich Gangerl mit einem Arbeitsvisum, in einer Spedition anstellen lassen. In Khartum sagte er zu seinem LKW-Kollegen servus, begibt sich in ein Krankenhaus und wird dort von Sicherheitspolizisten verhaftet. Zwei Wochen wird er als mutmaßlicher Spion verhört, gefoltert und schließlich mit Militärbegleitung per Zug nach Wadi Halfa an die ägyptische Grenze abgeschoben. Wieder einmal hatte er unsagbares Glück, denn im Sudan verschwinden eine Menge von Menschen auf Nimmerwiedersehen. Das er da mit heiler Haut herausgekommen ist, verdankt er seiner Cleverness, seinem langen weißen Bart und seinem moslemischen Outfit. Als er in Assuan ankommt, mietet er sich ein Auto und fährt wieder verbotener Weise, mit einem Jeep zum Abusimbel-Tempel. Wieder bekommt er Schwierigkeiten und wird von einer Militärstreife verhaftet. Nach seiner Entlassung, segelt er mit einer Feluka nach Luxor. Flussabwärts besuchte er fast alle historischen Denkmäler der Pharaonen. In Giseh mietet er sich ein Kamel und reitet zu den Stufenpyramiden von Sakkara. Nach dem Besuch der Oase Siwa, an der libyschen Grenze, wo Alexander der Große gekrönt wurde und Cleopatra gebadet hatte, überquerte unser Tramp den Suezkanal und besteigt den Berg Moses. Er durchstreift die Wüste Wadi Rum in Jordanien und stattet der Felsenstadt Petra einen Besuch ab. Nach einem Bad im Toten Meer pilgerte Gangerl zur römischen Kultstätte Jerasch und zu vielen anderen Altertümern in Jordanien.

 

Als man ihm kein Visum nach Syrien geben will, schaltete er den deutschen Botschafter ein, und schon ging die Reise weiter nach Damaskus. Über die Kultstadt Allepo trampt der Landstreicher durch die Türkei nach Istanbul. Dort verweilt er sehr andächtig auf der Bosporus-Brücke, unter der er vor zwölf Jahren mit seiner Yacht hindurchfuhr. Der Kreis um die Welt hatte sich für ihn geschlossen. Unter schwierigen Bedingungen kämpft er sich dann durch die Balkanländer nach Deutschland.

 

 

Deutschland

 

Der verlorene Sohn steht dann am Heiligen Abend im Jahr 1999, vor der Tür seiner Mutter. Nach 52.000 Km Trecking-Abenteuer über Land, die ihn durch 30 Länder Afrikas führten, geht ein unglaublich schweres Abenteuer zu Ende.

 

Wieder Mal pleite, stürzt er sich sofort an die Arbeit und stellt neue Vorträge zusammen. Über die Winter Monate hält Gangerl mit großem Erfolg Vorträge ab, um wieder Geld zu verdienen. Danach arbeitet er in seiner ehemaligen Kunstschmiede und unternimmt Alles um zu Geld zu kommen. Wieder zurück in Kenia trifft ihn der Schlag. Killerbienen haben sich in seinem Mast eingenistet und verhindern eine Arbeit am verwahrlostem Schiff. Als die Brut entfernt ist, macht er sich an die Wiederinstandsetzung des Schiffes. 2 ½ Jahre hing es im Kilifi-Fluss vor Anker und rostete so vor sich hin. Jeder Andere hätte das Schiffes aufgegeben, aber nicht der Gang. In 4 Monatiger Arbeit motzt er sein Schiff wieder auf und steckt wieder sein ganzes Erspartes in den Kahn. Kurz vor Weihnachten kommen die ersten Gäste und er unternimmt Charterfahrten nach Lamu an die somalische Grenze und runter nach Sansibar in Tansania.

 

Als im April die letzten Gäste von Bord sind, bringt er schnell einen neuen Antifou-linganstrich am Unterwasserschiff an und sticht wieder in See. Sein nächstes Ziel heißt wieder Madagaskar.

 

 

Madagaskar

 

In 17 Tagen kreuzt er gegen Wind und Strom zu den Komoren. Hier wandert er auf der Insel Moheli wieder ins Kittchen, da sich die Insel für einen eigenen Staat hält und Gangerl nicht noch Mals für die Einklarierung bezahlen will. Über die französische Insel Mayotte, gelangt der Abenteurer zur schönsten Insel der Welt nach Madagaskar. 

 

Dieses sagenhafte Fleckchen Erde mit seiner unglaublichen Pflanzen und Tierwelt und den nettesten Mädchen dieser Erde, haben es im wieder angetan. Monatelang zieht er durch die Lande, und erkundet die Schönheiten und Tabus dieser Insel. Er übersteht einen Zyclon und schwebt ausgiebig durch die zauberhafte Unterwasserwelt. Bei seinen Streifzügen entlang der Küste, fängt er den seltenen Sägefisch und geriet wieder Mal in die Nesselstränge einer portugiesischen Galeere.

 

Auf dem Rückweg nach Kenia rammt er einen Wal und erreicht zur selben Zeit Lamu, als das Tradecenter  einstürzte.

 

Wegen dem Tod seiner Mutter muss er wieder nach Deutschland, um sich um das Grab zu kümmern und den Nachlass zu regeln. Gangerl braucht wieder Geld und hält wieder in Bayern ein paar Monate Vorträge ab.

 

Wieder in Kenia, muss er mit Bestürzung feststellen, dass Diebe sein Schiff ausgeraubt haben. Obwohl ein Deutscher, der dort ein Big-Game-Fisching-Hotel betreibt, auf das Schiff aufpassen wollte, hatten die Diebe Ausrüstungsgegenstände im Wert von 7000 Euro mitgehen lassen. Wie sich später herausstellen sollte, hatte dieser angebliche deutsche Freund, sich selbst seiner Sachen habhaft gemacht.

 

„ fürchte See und Wind und Deutsche die im Ausland sind “

 

Dieses große finanzielle Loch lässt sich aber wieder auffüllen, da die Saison 2002/2003 sehr gut läuft. Nach den letzten Gästen, segelt Clemens alleine die Küste runter bis nach Mosambik, hier bekommt er eine Fission, die in schon seit seiner Jugend verfolgt, der Himalaya.

 

Kurz entschlossen segelt er zurück nach Kilifi, hängt sein Boot dieses Mal in den Kilifi Boatyard, setzt einen Wächter auf sein Schiff und fliegt im August 2003 nach Nepal. 

 

 

Himalaya - Shangrila der Götter

 

Das größte Gebirgsmassiv der Erde, war schon immer ein Magnet für Bergsteiger, Abenteurer und Naturfreunde. Gangerl der exakt zu dieser Gruppe gehört, hatte sich für 4 Monate dieses Ziel ausgesucht. Die Liebe zur Natur, eine Portion Abenteuerlust und der Wunsch einem anderen Leben der Menschen zu begegnen. Dieser Schritt wurde zum Maß vieler Dinge. Ereignisse, die daheim wichtig erscheinen, verlieren hier ihren Stellenwert. Das Erleben der Natur in ihren elementarsten Formen bringt wieder Ruhe und Gleichgewicht. Die Gedanken und Sinne verlassen alte Bahnen und gleiten in bessere Richtungen. Es lohnt sich die Erde, Fels und Eis unter den Sohlen zu spüren, den Wind zu fühlen,  Weg und Spiel des Wassers zu beobachten, in den Blumen übersäten Bergwiesen zu liegen, zu den Wolken zu schauen und der Phantasie freien Lauf zu lassen. Ein noch größeres Erlebnis als die Begegnung mit den Bergen und der Natur war jenes, mit den Menschen in Nepal, Bhutan und Tibet. Die Begegnung mit meinen Guides und Trägern, die mir den Zugang zu den Einheimischen ermöglichten, bei denen ich in Hütten und Zelten übernachtete und deren Riten und Gebräuche kennen lernte, hinterließen in mir unauslöschliche Eindrücke.

 

 

Nepal 

 

Auf seiner 30 Tage dauernden Trecking-Tour rund um den Anapurna 8091 m, zum Manaslu 8156 m, ins Königreich Mustang legte er etwa 1000 km zurück und  überwindet etwa 15.000 Höhenmeter. Auf dieser Tour schrammt er einige Male am Tod vorbei. Er passiert eine der langen Hängebrücken über den Marsyangdi-Rifer und hinter ihm stürzt die Brücke in den Fluss. Durch die starken Regenfälle entgeht er     knapp einigen Bergrutschen und er, sein Guide und Träger, müssen sich neue Wege schlagen. Am Torongla-Pass geratet er, Träger und sein Guide in einen horrenden Eisblizzard, den sie in einem Eisloch über sich ergehen lassen. Als Gangerl mit Pferden im Königreich Mustang unterwegs ist, wird sein Pferd welches alleine an einem Steilhang voraus läuft, von einer Berglawine mit in die Tiefe gerissen und zerschmettert. In der Nähe vom Annapurna Basiscamp trifft Gangerl auf den sagenumwogenen Schneemenschen und konnte ihn filmen. Durch die starken Regenfälle sind einige Brücken weggerissen worden und die Durchquerung im eisigen Wasser, gelingt nurdurch die große Erfahrung seines Tims. Wieder zurück in Pockhara, organisiert er eine Trip zum Chitwan-Nationalpark, wo Gangerl auf dem Rücken von Elefanten, selbst steuernd, auf Tiger und Nashörner traf.

 

In Lumbini  der Geburtsstätte Bhuddas und am Phasupati-Tempel der Göttin Sita, erlebte er die Tiefgläubigkeit der Hindus und Bhuddisten. Im Kosi-Reservoir wird der Abenteurer beim filmen des dort lebenden Vogel und Schmetterling-Paradies  von einem wilden Elefanten gejagt

 

Wieder zurück in Kathmandu, machte er sich auf den Weg zur nächsten Tracking-Tour, ins Basislager des Cho Oyu 8201 m. Auf dem Wege von Lukla nach Namche Bazar trifft er auf eine wahre Treckinglawine, die alle wegen dem 50 jährigen Everest-Jubiläum auf dem Weg zum Shagarmata sind. Ab Namche sind sie wieder allein und besteigen in Gokio, den 5483 Meter hohen Gockio Peak. Sie besuchen einen Guru der in einer Höhle lebt, steigen ins Basislager vom Cho Oyu auf  und erklimmen einen weiteren Sechstausender. Über den gefährlichen Chola-Pass erreichte Gangerl wieder den Khumbu-Highway zum Mt. Everest. Hier kletterte er, unter großem Protest in den gefährlichen Khumbu-Eisfall, oberhalb des Basislagers.

 

In den 2 ½ Monaten in Nepal legte er 2.000 Km zurück, davon 1.500 Km zu Fuß.

 

 

Bhutan - Königreich der Drachen

 

In eine neue Welt tritt der Tramp, als er ins Königreich Bhutan kam. Das Land der Drachen, Tempel und Mönche, der eigenwilligen Baukultur und der zutiefst frommen Bhuddisten, fordern die westlichen Besucher zum Umdenken. 50% der Bhutanesen sind Mönche die in riesigen Klosteranlagen wohnen. Die restlichen Männer sind in Röcke gekleidet, die Schulkinder und Studenten tragen Klassengleiche Kleidung und der Baustil ist fantastisch. Alles gleicht einer traumhaft, schönen Märchenwelt unterliegt aber einer strengen religiösen Führung. Gangerl besucht viele Klöster, studiert das Leben der Mönche und deren Gläubigkeit. Es gelingt ihm ins heiligste Kloster Buthans Taktsang ( auch Tigernest genannt ) zu gelangen, welches sehr schwer zugänglich ist. Hier hatte im Achtensjahrhundert Guru Rinpoche meditiert. Er reitet mit seinem Guide, zu den im Hochland lebenden Layas, welche Tibet-Nomaden sind und mit ihren Yaks an der Eisgrenze leben, unterhalb des 7200 m hohen Masang Kang. Ein besonderes Highlight ist der Besuch eines tsechu, einem heiligen Tanz im Kloster Trongsa. Diese heiligen Tänze, die dem Karneval in Rio gleichen, sind dem Guru Rinpoche gewidmet. Gangerl fotografiert die sehr seltene Nationalblume und trifft auf die seltenen Golden-Tankin, dem Nationaltier von Bhuten.

 

 

Tibet - Land des Dalai Lama

 

Wieder zurück in Kathmandu. Überraschte ihn sein Freund Günter, der mit nach     Tibet reisen wollte. Über den 5200 m hohen Tongla Pass, vorbei am Cho Oyu 8153m und dem Shisha Pangma 8021, geht die Reise zum Kloster Rongbuk und weiter zum Basislager des Mt. Everest. Über felsige Schotterstrassen, die über 5000 m hohe Pässe führen, gelangen sie nach 3000 Km zum Manasarover-Leak. Hier trinken sie nach Sitte das heilige Wasser und waschen sich das Gesicht. Ziel der langen Pilgerreise, ist der heiligste Berg der Welt, der Kailash. Am nächsten Tag starten sie zur Buse ablegenden Kora  ( Umrundung  des heiligsten Berges ), Wegen einer seit Tagen quälenden Darminfektion, wird Gangerl schwer Höhenkrank und geht auf 5.800 m Höhe, fast vor die Hunde. Beeindruckende Fotos von Nomaden mit ihren Yaks, Seen, Sandwüsten, Berglandschaften und den vielen Tempeln mit ihren unzähligen Pilgern, werden den Beiden ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Auf dem Rückweg nach Lhasa, schauen sie wieder in einem Nomadenzelt vorbei, in dem sie schon Mal übernachtet hatten. Weil die Frau schon im Fieberdelirium war, überließen sie dem Hausherrn, eine Packung Antibiotika. Nun konnten sie mit Freude feststellen, dass die Frau in den zwei vergangenen Wochen, wieder genesen war. Aus Dankbarkeit bekamen sie von dem Nomaden, 4 Schneeleopardenfelle geschenkt. Über die Klosterstädte Shigatse und Gyantse, gelangen die Fastmönche nach Lhasa. Den Abschluss, bildet dann der sagenhafte, bombastische Potala-Palast des Dalai Lama, und der heilige Jokhang-Tempel, mit dem historischen Parkhor, auf dem sich täglich zehntausende Pilger bewegen.

 

 

Gangerls größtes Abenteuer

 

Ein wunderbares Abenteuer war zu Ende, welches den Gang in eine neue Ebene des Lebens verfrachtete. Reich an neuen Erfahrungen aber knapp an Moneten, flog er wieder zurück nach Deutschland. Nach einigen Monaten Aufenthalt, wurde die Geldschwindsucht durch Vorträge wieder aufgewertet. Nervlich und körperlich am Ende, durch den anhaltenden Vortragsstress, fliegt er wieder auf sein Schiff zurück nach Kenia. Wieder trifft ihn das Schicksal mit voller Wucht. Sein Askari ( Wächter ) war  verschwunden und mit ihm wieder Dinge im Wert von 3000 Euro.

 

Im Masten waren wieder Killerbienen, der Mercedes Motor war fest und musste zerlegt werden, das Getriebe funktionierte nicht und ein Kühlkompressor hatte sich verabschiedet. Nach 2 Monaten hatte er das Schiff wieder so weit, dass Weihnachten Gäste an Bord Kommen konnten. Als Gangerl mit diesen Gästen nach 3 Wochen wieder zurück kam, überraschte ihn seine Freundin Eva, dass sie Schwanger sei.

 

Eine Abtreibung kam für sie nicht in Frage, da ein Musungu ( Weißer ) einem Lottogewinn gleich kam. Als die Saison im April zu Ende war, bunkerte der Seewolf das Schiff voll, für die Seychellen wo er 4 Monate ausgebucht war. 3 Tage vor der Abreise, fasste seine Holde, er war inzwischen verheiratet, den Entschluss mitzufahren. Einer schwangeren Frau einen gefassten Entschluss aus zu reden, ist so unmöglich wie auf dem Mond zu tauchen. Am 18. 4. 2005 sticht Gang mit Eva in See.

 

Da Eva im 5. Monat schwanger war, kam was kommen musste. Bereits am 2. Tag, litt sein Spatzl unter schwerster Seekrankheit. Gegen den Wind und durch die Kalmen, zeigte sich Rasmus von seiner schlechtesten Seite. Gewitter mit Windstärke 8 und anschließender Flaute, waren keine Seltenheit und sie hatten sehr raue See. Eva war nur am Kotzen und klagte über immer stärker werdende Schmerzen im Bauch. Am 4. Tag, sie hatte seit Tagen nichts gegessen, glaubte sie felsenfest an einen Abgang.  Da Gangerls medizinische Bücher nichts über einen Abgang preis gaben, versuchte er es ohne Erfolg, über das Funkgerät Hilfe zu bekommen.

 

Gott sei Dank ließen die Schmerzen am 7. Tage nach und sie erreichten nach 7 Tagen die Seychellen. 4 Monate kreuzten sie durch die traumhaft schöne Inselwelt und seiner Frau lernte er sogar das Schwimmen und Tauchen. Beim Speeren von Fischen musste der Waghalsige, sich einer Attacke eines 4 m langen Macro-Sharks erwehren.

 

Als Eva im 9. Monat war, schickte Gangerl sie mit dem Flieger nach Afrika zurück und er folgte ihr mit der Bavaria. .

 

 

Die Geburt von Joseph

 

Ein paar Tage vor der Geburt, erreichte Clemens nach nur 8 Segeltagen seine neue Heimat Kenia, dass glaubte er zu mindestens damals. Am 5. September kam in einer Kakalaken strotzenden Wellblechhütte Gangerls jüngster Spross, sein niedlicher kleiner Sohn Joseph zur Welt. Noch am selben Tag verließen sie das Krankenhaus und zogen in ein gemietetes Häuschen ein.

 

Stolz auf seine neue Familie, renovierte er 4 Monate lang die Hütte und steckte wieder sein ganzes Geld ins neue Heim. Schlagartig füllte sich das Haus mit Familienmitgliedern und Freunden, die am Wohlstand des neuen Geldgebers teilhaben wollten.

 

Dann folgte was kommen musste. Intrigen wurden gesponnen, Geld wurde geklaut, Eva fing zu trinken an und dann wollte die Polizei dem Käpt’n ein Bein stellen.

 

Als die unschönen Zehnen sich häuften, ergriff in einer Nacht und Nebelaktion, Gangerl die Flucht. Mit wahnsinnigen Krämpfen und Magenschmerzen, segelte er nach Tansania. Sein Plan war, über Südafrika nach Australien zu segeln. In Daressalam erreichte ihn dann ein Anruf seiner Frau, die reumütig um seine Rückkehr bittet. Tage hadert er mit sich selbst und muss immer an seinen Sohn denken. Schlussendlich stimmt Gangerl zu und tritt die Rückreise nach Kenia an.

 

Voller Zweifel seines Tun, greift er zur Flasche, schläft ein und läuft in Süd-Pemba auf’s Riff. 2 Tage sitzt er in der Falle, bis er aus eigener Kraft wieder frei kommt. Wieder in Kilifi, schmeißt er die ganze Brut aus seinem Haus und gestattet nur noch Eva mit Joseph und Schwester mit Kind, das Wohnrecht in seinem Haus. Da er aber dem Frieden nicht traut, fasst der Abenteurer einen neuen Plan. Er wolle über die  Seychellen, Thailand, Philippinen und Japan nach Alaska segeln.

 

Als im Januar 1/2007 wieder ein großer Bericht in der Yacht erscheint, ist Gangerl für 4 Monate auf den Seychellen ausgebucht.

 

 

Endstation Paradies - Auszug aus Gangerls Buchmanuskript

 

Als meine Gäste Mitte Januar die Bavaria verließen, nahm ich in der selben Nacht noch Kurs auf die Seychellen. Vor der Einfahrt nach Daressalam ( Tansania ) rammte mich fast ein Frachtschiff, dessen Backbordlicht nicht brannte. Mit 30 Knoten hart am Wind und rauer See, kämpfte sich die Bavaria nach Ostern. Am übernächsten Tag, war plötzlich der Wind weg und ich musste den Motor zu Hilfe nehmen. 35 Stunden lief die Yacht, bei arschglatter See nach Nord-Osten um in den Gürtel des NO-Monsuns zu kommen. Einem Trennstrich gleich, war der Wind plötzlich wieder da. In flotter Fahrt  bewältigte ich die 1000 Sm lange Strecke, in 8 Tagen.  Vier Tage später, kamen schon Freunde aus meiner Heimatstadt Roding und gleich danach, 4 Gäste aus Berlin.  Anfänglich etwas skeptisch wegen dem Kultur-unterschied, entpuppten sie sich als ganz liebe und zugängliche Gäste. Die erste Woche verlief harmonisch, bis zu Beginn der 2. Woche der Satan einen Riegel vorschob. Als wir vor der unbewohnten Insel Marianne ankerten, drehte plötzlich der Wind auf Legerwal und wir wollten Anker auf gehen. Beim Einholen der Kette kam sie kurzstag und der Schäkel am Anker brach. Durch den hohen Schwell strandete die Bavaria sofort auf dem Riff. Auf meinen Hilferuf über UKW erfolgte keinerlei Reaktion. 8 Stunden arbeiteten Peter und ich in tosender Brandung. Wir holten uns Abschürfung, und Prellung ein, um das Schiff vor Totalverlust zu retten. Doch alles war vergebens.

 

Tief enttäuscht übernachteten wir am Strand und mein Gemüt war im Keller. Alles was ich besaß, lag da draußen auf dem Riff und ich war am Rande des Ruins.  Am  nächsten Morgen hatte die Zerstörung des Schiffes schon vollen Einzug gehalten. Das Deckhaus war von den Wellen weggerissen, das Schiff war voll Wasser gelaufen und das Innere war mit einer schwarzen Öllache überzogen. 4 Stunden später wurden wir von der Küstenwache abgeborgen.

 

In La Digue wurde ich sofort auf 200 Euro für die Seenot-Rettung angehalten, obwohl ich nackt bis auf einen Surfshorty war. Sofort bat ich beim Hafenamt, Ministerium für Touristik,  beim Präsidenten und der deutschen Botschaft um Hilfe, aber ich stieß nur auf mitleidloses Schulterzucken. Um Hilfe bei den Einheimischen bittend, dass man mich zur 5 Sm entfernten Insel bringt, um Sachen vom Boot zu retten, scheiterte an den hohen Zubringerpreisen, an denen sie sich gesund stoßen wollten.

 

Als nach 3 Tagen das Wetter besser wurde brachte mich Jeffry zum Wrack, doch die Piraten, hatten schon ganze Arbeit geleistet.  Nach 3 Tagen erfuhr ich, wer die Diebe waren und meldete dies der Polizei. Doch meinerseits, hatte ich damit gar keinen Erfolg. Die Polizei machte sich der Dinge habhaft und riss sich  Alles selbst unter den Nagel. Fragen nach meinem Motorrad und dem anderen Diebesgut, wurden immer mit ausweichenden Antworten abgetan. Auf La Digue waren meine Gäste und ich bei Klaus, einem Bayern untergebracht, der hier mit seiner Frau ein wunderschönes, familiäres, kleines Hotel betreibt. Da ich mir eine dauernde Unterbringung im Hotel nicht leisten konnte, bot mir Klaus seine 10 m Segel-Yacht an.

 

Die Dufour Classic war ein wunderschönes Schiff, doch total verwahrlost, da es schon 5 Jahre hier im Hafen lag und nicht bewegt wurde. Nach einer Woche bot Klaus mir die Yacht zum Kauf an und ich schlug nach kurzer Überlegung zu. Was sollte ich tun? Nach Deutschland zurück gehen und mit 66 wieder ein Geschäft anfangen, erschien mir unmöglich. Nach Afrika zurück, zu Weib und Sohn, würde mir mit Sicherheit den letzten Nerv rauben. Der bienenstockartige Zustand in meinem Haus, mit der ganzen Verwandtschaft, die alle an meinem Speck nagen, würde garantiert in Mord und Totschlag enden. Als ich wieder im Besitz einer Yacht war, sah der Horizont schon heller aus.

 

Als ich die Bavaria II soweit segelfertig hatte, waren 3 Monate vergangen und ich segelte nach Victoria, der Hauptstadt auf den Seychellen. Als 3 Zeitungen über mein Unglück berichteten, bot ich zu gleich gerettete Dinge der Bavaria zum Kauf an. Sofort bekam ich einen Anruf vom Zoll, die Veräußerung meines Yachtzubehörs sei verboten, da ich dafür keine Einfuhrsteuer bezahlt hätte. Bei Zuwiderhandlung, drohte man mir mit Gefängnisstrafe. Der absolute Hammer aber, sollte auf den Fuß folgen. Als ich mich wegen der Ausklarierung und der Ausfuhr des Bootes erkundigte, traf mich der Schlag. Da Klaus die Yacht nicht in den Seychellen registriert hatte, verlangten sie erst Mals die Registrierung des Bootes. Dann müsste ich mir erst Schiffspapiere auf meinen Namen besorgen und hätte dann 1200 Euro Ausfuhrsteuer zu bezahlen. Dann kam das Nächste. Ich dürfe die Seychellen erst verlassen, wenn das Wrack auf Marianne Island entsorgt ist. Kostenpunkt, 1300 Euro pro Stunde, die Dauer der Bergung sei ungewiss. Wut entbrannt über einen so ausnehmirischen Staat, der nur Augen für Millionäre hatte, segelte ich nach La Digue zurück. Den geborgenen Masten, verkaufte ich Cheffry für einen Apfel und Ei und in der Nacht beluden wir das Schiff, mit dem geborgenen Equipment von der Bavaria. Am nächsten Morgen ging ich in die Reparatur-Werkstatt und holte mir, nach längerem Krieg mit der Polizei, mein kleines Motorrad ab. Kaum verladen auf der Yacht, machte ich die Flitze. Um der Verfolgung durch die Costguard zu entgehen, segelte ich erstmals 30 Stunden nach Norden und richtete dann den Kurs nach Westen, Richtung Kenia. Doch die Götter mit ihrem oft grausamen Einfallsreichtum, sollten mich nicht in Ruhe lassen.

 

Am 4. Tag kam starker Wind auf, der sich später zum Sturm steigerte. 6-8 Meter hohe Wellen ließen mein Schiff zum Spielball der Natur werden und jeden Tag ging was Neues kaputt. Erst zerriss der Keilriemen vom Motor, dann löste sich der komplette UV-Streifen der Genua, dann brach die Rollfock und die Umlenkung der Windsteueranlage und Schluss endlich noch das Fall der Sturmfock. Von meinen körperlichen Blessuren ganz zu schweigen, erinnert mich noch heute ein ausgeschlagener Zahn, von diesem Höllentrip.

 

Durch ungewollte Segelmanöver, durch die 8 Meter hohen Wellen und Brüche an Segel und Windpilot, hatte ich schon einige gefährliche Halsen hinter mir. Das Vorschiff wurde des öfteren, von Brechern total überspült, wobei ich einige Male in heikle Situationen kam. Hätte ich den 17 Meter langen Masten wie geplant mit genommen, wäre ich samt dem Schiff unter gegangen.

 

Am 9. Tage musste ich mit Bestürzung feststellen, dass ich meinen Heimathafen Kilifi nicht erreichen würde. Am 10 Tag schlichen sich dann schon starke Bedenken ein, noch den letzten Hafen vor der somalischen Grenze zu erreichen. Sollte mir das nicht gelingen, würde dies meinen sicheren Tod bedeuten. Sollte ich nicht an einem Riff zerschellen, würden es die Somali-Piraten erledigen, die jedes Schiff ausrauben und sich der Besatzung entledigen, die sich der somalischen Küste nähert.

 

Da nun der Äquatorialstrom, der auf die Küste prallt, mit 4 Knoten von Süd nach Nord setzt, würde ich nicht einmal Lamu erreichen. In Panik nahm ich den Motor zur Hilfe und steuerte ununterbrochen 45 Stunden von Hand, da der Windpilot unter Motor nicht funktionierte. Der Sturm wurde immer stärker, die Wellen immer höher, desto mehr ich mich der Küste näherte. Nachts um 24 Uhr war ich dann in der Bucht von Lamu, in die genau der Sturm reinblies. Ich hatte keine Detailkarte, Einfahrtslichter brannten nicht und ein Notruf auf Kanal 16, wurde nicht gehört. Die Wellen hatten sich durch das seichtere Wasser in der Bucht, auf eine Höhe  von 10 Meter aufgeschaukelt und die Yacht wurde einige Male mit dem Masten auf das Wasser gelegt. Um mich herum herrschte Weltuntergangstimmung. Jeglicher Versuch wieder aus dem Hexenkessel zu entfliehen, scheiterte an den hohen Brechern. Bevor ich wieder auf ein Riff geschleudert würde, warf ich in Panik 2 Anker. Ein Hexenschuss, hervor gerufen durch Unterkühlung, warf mich dann gänzlich aus der Bahn. Bis zum Morgengrauen, in brodelnder See, quälten mich dann noch zusätzlich, fürchterliche Magenschmerzen.

 

Am Morgen stellte ich an der weißen Brecherwalze fest, dass ich 100 Meter vor einem Riff die Anker geworfen hatte. Um haaresbreite, hätte ich mein 2. Schiff verloren. Bei Tageslicht die Einfahrt zu finden, war dann relativ einfach.

 

Die Einheimischen sprachen vom Sturm, ,mit noch nie zuvor gekanntem Ausmaß.

 

Zwei Tage später stellte ich dann fest, das im Masttop, 2/3 des Vorstag gebrochen war. Noch ein paar Stunden länger in diesem Inferno und ich hätte den Mast verloren.

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© Wolfgang Clemens