Herzlich Willkommen auf der Website des Weltumseglers und Abenteuerers Wolfgang Clemens!
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Vortrag 05: MADAGASKAR

Von Äthiopien über die Komoren nach Madagaskar und zu den Seychellen

Beim Rückflug nach Kenia zu seiner Yacht, hatte Gangerl ein Kribbeln im Bauch. 2 Jahre war sein Schiff allein, weil er 52 000 km durch den schwarzen Kontinent getrampt war und den Weg bis Deutschland fortsetzte. Als er in Kilifi bei seinem Schiff ankam, bekam er fast einen Herzinfarkt. An die 20.000 DM Schaden waren durch Einbrecher entstanden. Beide Motoren waren festgefressen und das gesamte Schiff war in einem konfusem Zustand. Andere wären gleich wieder nach hause geflogen, aber nicht Gangerl. Im 18 Stunden-Tagesrhythmus und in viel wöchentlicher Arbeit, brachte er sein Schiff wieder auf Vordermann und startete zu neuen Abenteuern.

 

Nachdem die Bavaria versorgt war, reiste er über Mombasa nach Nairobi. Unter schwierigsten Bedingungen ging es weiter durch Kenias nördliche Wüstenregion, nach Addis Abeba in Äthiopien. Dort nahm er den Zug in die 98 Moscheenstadt Harar, die in der Nähe der somalischen Grenze lag. Eine neue orientalische Welt tat sich für ihn auf. Er fütterte mit dem Hyänenmann eines Nachts an die 50 wilde Hyänen. 

 

Auf dem Wege nach Somalia, durchquert er ein Sperrgebiet , wurde von einer Militärstreife verhaftet und musste sein Reiseziel aufgeben. Kurzentschlossen reiste er nach Djibouti und landete dort Inmitten einem Märchen von 1001 Nacht. Er gewann Einblick in die Kulturen des Islams und durfte die Prinzessin des Sultans Tadjourah fotografieren. 

 

In Eritrea besucht Gangerl alte Felsenklöster und nimmt an einer Orthodox-Moslem-Hochzeit des Rashaidastammes teil. Zurück in Äthiopien, führt ihn sein Weg in die heißeste Region Afrikas, der Danakilsenke. Dort begegnet er dem islamischen Stamm der Afar, dessen Frauen sich vor der Ehe barbusig zeigen, obwohl sie sich alle dem unmenschlichen Beschneidungsritual unterworfen hatten.

 

 Danach besteigt er den vierthöchsten Berg Afrikas, den Ras Dashan 4620 m, im Semien-Gebirge. Seine Abenteuerlust, bringt ihn in die alte Kaiserstadt Gondor, zu den Monoliten von Axum und zu den Steinkirchen von Lalibela. Er besucht die schwerstzugänglichen Kirchen der Welt, die Kirche Abuna Jemeta in Guh und Debra Damu das älteste Kloster Äthiopiens. Er trampt zum Tanasee, überwindet den blauen Nil und gelangt zu den tosenden Tissisat-Wasserfällen.

 

 Nachdem er sich in Addis Abeba mit Karl Heinz Böhm trifft, zieht es ihn weiter nach Jinka, wo er sich 2 Pferde kauft. Von hier aus startet er zu einem 2 Wochen-Trip zu den Mursis. Als am 2. Tag sein Pferd wegen Herzinfarkt den Geist aufgibt, geht er weiter auf "Schusters Rappen". 

 

Das nächste Highlight für den Abenteurer war das wundervolle, wilde Omo-Tal, wo die noch ursprünglichen Naturstämme der Borana, Konso, Wagas, Surma, Banna, Bodi, Arbore, Hama, Dorze, Galep und Karo leben. In diesem unwegsamen Gebiet der Primitivkulturen, wird Gangerl mit manchmal schier unlösbaren Problemen bombardiert und steht des öfteren an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Nur seinem eisernen Willen und seinem mentalen Training, ist es zu verdanken, dass er aus diesen ausweglosen Situationen herausfindet. 

 

Er besitzt sogar die Frechheit und überschreitet die Grenze in den Sudan, wo er sich einige Wochen illegal bei den Bume und Dinkas aufhält. Diese Stämme kennen heute noch keine Kleidung. Sein Fabel für Kulturminderheiten bringen in nicht selten an den Rand des Möglichen. 

 

Wieder zurück auf dem Schiff, rüstete er sich für seine Jugend-Traumreise, nach Madagaskar. Sein Plan entlang der Küste südwärts zu segeln und dann zu den Komoren überzusetzen wurde durch brutalen Gegenstrom vereitelt. Also segelte er zuerst 5 Tage nach Osten und nahm dann Kurs auf die im Süden liegenden Komoren. 

 

Dabei durchquerte er zum 7. mal die Kalmen des Äquators und musste sich tagelang mit Sturm und Flaute abquälen. Nach 11 Tagen erreichte er die herrlichen Komoren und sein Lieblingsspruch „Paradiese muss man sich verdienen", bewahrheitete sich wieder.

 

 Herrliche Bergexkursionen zu den Vulkanen und die unberührten Tauchgründe mit einer Vielzahl von Haien, machte die anstrengende Reise, gegen Wind und Strom, wieder wett. 

 

Bei der Überfahrt von den Komoren nach Mayote, rammte ihn ein riesiger Buckelwal, wodurch ein 16 mm Bolzen des Vorstags und eine Unterverspannung vom Mast gerissen wurde. Nach 17 Tagen auf See erreichte er trotz Schaden am Schiff, sein Traumziel Madagaskar. 

 

Nachdem er in Nosy Be einklarierte, stürzte er sich ins Nachtleben und war von der angenehmen Lebensart der Madagaskarmädchen aufs angenehmste überrascht. Heute weis Gangerl, die nettesten Mädchen der Welt, sie leben in Madagaskar. 

 

Nach 2 Wochen machte sich Gangerl, in Begleitung einer deutschsprachigen Französin, auf Innlanderkundigungen. Als sich vor 160 Millionen Jahren, Madagaskar von Afrika löste, wurde es eine vergessene isolierte Insel. Die Pflanzen und Tierwelt darauf ist einzigartig und davon sind über 80% endemisch. 

 

Auch die Menschen dieser Trauminsel sind von vielen Traditionen geprägt und weisen viele Kulturbräuche und Fadys (Verbote) auf. Zuerst ging es in den Norden nach Diego Suarez und wir besuchten die 3 nördlichen Nationalparks. Ein ganz besonderes Erlebnis sind die dortigen Zingis, ein unwirtliches Felsnadelgebirge. Umrahmt von Wasserfällen mit kleinen Bergsehen, eingebettet in tropischem Regenwald, in denen sich unzählige Lemuren tummeln, ist es eine traumhafte Märchenwelt. 

 

Er besucht Diamantengräbersiedlungen und Reisterrassen. Wieder zurück auf dem Schiff, segelt Gangerl zu der herrlichen Inselgruppe Nosy Mitsiu, einem traumhaften Tauchgebiet. Fantastische Korallengärten mit einer artenreichen Tierwelt, begeistern jedes Taucherherz. Haie, Mantas, riesige Schildkröten und Walhaie, sind keine Seltenheit. Mit seinen Hochseeangeln fing Gangerl einen gestreiften Marlin, 2 Segelfische und einen seltenen Sägefisch. In Nosy Komba bringen die Lemuren den Gangerl in Schwierigkeiten, weil er etliche Bananen in seinen Händen hält. Gleich Wegelagerern, stürzen sie sich auf ahnungslose Turis. 

 

Mit einem Inselhüpfer fliegt unser Abenteurer in die Hauptstadt Antananarivo und reist mit der altertümlichen Eisenbahn in den heißen Süden. Ein weiterer Anziehungspunkt, ist das Wahrzeichen von Madargaskar, die Baobaballee (Affenbrotbäume 30000 Jahre alt), in Morondava. 

 

Weiter zieht es ihn, in die südöstliche Wasserstrasse mit über 500 km Länge, den dortigen Regenwald, die Reisterrassen im Hochland und zu den berühmten „Aloale-Pfählen".

 

Ganz besonders begeistert ist der Weltumsegler, von dem beständig schönem Wetter, dem ruhigen Meer, von den schönsten und längsten Palmenstränden und den nettesten Mädchen dieser Erde.

 

Für Gangerl steht fest, ein Wiederkommen ist ein Muß für ihn. Nach einem halben Jahr in diesem paradiesischem Land sagt er schweren Herzens ade und steuert in Richtung Seychellen. Sein nächstes Ziel ist zum 3. mal, "Aldabra" eines der größten Tierparadiese dieser Erde. 

 

Auf dem Weg dorthin steuerte er eine französische Militärinsel an. Obwohl Gangerl vom Tabu der Insel Glorieuses wusste, lies er dort seinen Anker fallen. Als er an Land ging, wurde er von französischen Legionären spontan verhaftet. Nach 2 Tagen Verhör, wurde er wieder entlassen und er ist felsenfest überzeugt, dass die Franzosen dort an B und C-Waffen forschen. Nach 2 Tagen erreichte er Aldabra und hielt sich dort illegal 2 Tage auf. Da Aldabra das beste Tauchgebiet der Welt ist, erlag er der Faszination hier wieder abzutauchen. Die Tierwelt über und unter Wasser ist auf Aldabra einfach umwerfend.

 

Auf dem Wege nach Kenia, wird sein Schiff von einem 20 m langem Buckelwal gerammt. Nach 5 Tagen traumhaftem Spinaker-Segeln landete er auf der Urlaubs-Insel Chale, bei seinem Freund Mombasa-Joe. 2 Tage später segeln sie zusammen nach Kilifi, zum größten ostafrikanischen Hochseefischer-Wettbewerb und Gangerl gewinnt die "Lady de la Mär"-Trophy. 

 

1 Barakuda, 2 gestreifte Marline und ein 4 m langer Tigerhai gingen ihm an die Angel. Ein Jahr vorher gewann er schon die Kilifi- Classik. Weiter segelt er zu seinem Lieblingsdomizil, ins märchenhafte Inselarchipel Lamu. Riesige Sanddünen mit Palmenstränden bestimmen mit den Moslems, diese verkehrsfreie Insel. Hier bei den Moslems fühlt sich Gangerl mit seiner Yacht sicher, denn in Lamu gab es bisher keine Kriminalität. 

 

Nach 3 Tagen zieht es ihn zu seinem Baumhaus nach Kiwajiu, nahe der somalischen Grenze. Diese Oase des Friedens dient Gangerl zur Entspannung und zum Kräfte tanken. In der Wintersaison 2002 und 2003 wird sich Gangerl noch in Kenia und Tansania aufhalten und an der herrlichen Ost-Küste Afrikas Gäste an Bord nehmen. Ob Segler, Taucher, Hochseefischer oder Inselhüpfer und Sonnenanbeter, jeder kommt auf der komfortablen 15 m Yacht, auf seine Kosten. Die Segelwege zu ruhigen Ankerbuchten betragen nur wenige Stunden. 

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© Wolfgang Clemens