HISTORIE

Die Segel-Yacht "King of Bavaria"

15 m lang - 4m breit - 2,2 m Tiefgang - Segelfläche 120 qm am Wind - Spi 200 qm  

Baubeginn Oktober 1975   -      Bootsgerippe 1976  -    Fertigstellung Rumpf 1977

1975 besuchte Wolfgang Clemens die Bootsmesse Interboot in Friedrichshafen.

Das Schicksal lenkte seinen Blick auf einen Buchtitel > Yachten zum Selbstbauen <

Eine Idee war entstanden, die ein paar Wochen später in die Wirklichkeit trat.

  

                         Fertigstellung April 1987                       Bootseinweihung Mai 1987

Nach einem kanadischen Bootsplan, wurde noch im selben Jahr die Yacht auf Kiel gelegt. Nach 12 Jahren Freizeitarbeit, taufte ich am 15. 5. 1986 die Yacht in Roding auf den Namen King of Bavaria

Eine Woche später ließ ich das 20-Tonnen- Ungetüm, mit einigen Problemen, in Regensburg in’s Wasser. 

Schiffsverladung mit 40 t-Kran  -  Überführung nach Regensburg  -  Einsetzen in die Donau 

Mit großem Bahnhof verließen meine Freundin Renate und ich, am 15.Juni den Hafen von Regensburg. Nach einigen Problemen mit korrupten Balkanländern, erreichten wir 4 Wochen später, dass Schwarze Meer. Bei der Fahrt durchs Mittelmeer, musste sich die Yacht einiger Stürme erwähren. In Palermo/Sizilien war dann zum ersten Mal einer der beiden Mercedes-Motoren kaputt. Kosten 6000 DM. Auf dem Weg zu den Kanaren, musste sich die Yacht 7 lange Tage in einem horrenden Sturm behaupten. Wieder gab ein Motor den Geist auf und der Spaß kostete mich 3000 DM.

     

Yacht unter 200 qm Spi        -       Spinackerfliegen      -       Masttop-Foto aus 17m Höhe

Auf Grand Canaria wurden alle Entlüftungsleitungen und die Leitungen für die Bilgenpumpen umgebaut. Anschließend segelt die Yacht in nur 17 Tagen in die Karibik. Über Venezuela, den Panama-Kanal, der Schatzinsel und Galapagos, segelten wir nun in die Südsee. Hier hielten wir uns 5 Jahre lang auf. Die beiden Motoren musste ich dann in Neuseeland erneut überholen lassen. Kostenpunkt ....wieder 7000,--DM.

    

Prinz Michael v. Preussen entschuldigt sich für   die Untaten seiner "norddeutschen Landsleute" Titelseite Bild    " Die Schlacht von Mallorca "

Nach 4 Jahren verließ mich meine Freundin und ich segelt nach Australien. Beide Wärmetauscher rosteten durch und ich musste sie ersetzen. Auf dem Wege nach Tasmanien wetterte die Yacht wieder einen Sturm ab und geriet in Richtung Antarktika in den Wirbelsturm Polly. 7 Tage versuchten die 20 Meter hohen Wellen meine Bavaria zu zerschmettern. 3 Rippen brach ich mir auf dieser Odyssee, die Segel waren zerfetzt und die Relingstützen verbogen. Nachdem ich in Neuseeland neue Segel angeschafft hatte, segelte ich über Tonga, Walis, Fitschi, nach Vanuatu.

  

"Zyklon Polly" - auf dem Weg in die Antarktis

Hier verließ ich wieder die Schokoladenroute  und segelte über die Salomonen, Neuguinea zu der wunderschönen, touristenleeren Inselgruppe, den Karolinen. Auf dem Wege zu den Philippinen striff mich wieder ein Zyklon und als nach einem Jahr dort die Luft wieder raus war, begab ich mich auf neue Abenteuern, nach Irian Jaya. Ich besuchte die Dani- und Yalli Stämme Nähe Asmat, außerdem die noch heute Menschen verzehrenden Kombai und Karowai. Auf dem Rückweg erwischte mich das Dengefieber und knapp entwischte ich den Sulusee - Piraten. In Cebu musste ich mich ins Krankenhaus bewegen. Dann wieder mal einen Mercedes-Motor für einen Mitsubishi-Motor auswechseln.

   

  Spektakulärer Antifouling -Anstrich - Auf seinen extravaganten Routen gab es keine Yachthäfen

Auf dem Wege nach Kalimantan, wurde ich wieder von Piraten überfallen, diesmal musste ich 2 davon erschießen, um mein Leben zu retten. Nach ausgiebiger Erforschung von Malaysia, Indonesien und den Seychellen segelte ich zu meiner Favoriteninsel „Madagaskar“.

     

            Originalanstrich der Bavaria I                      Neuer Anstrich nach Generalüberholung

     

Über die Naturschutz Insel Aldabra erreichte ich den „Schwarzen Kontinent“. Für 2 ½ Jahre verließ ich mein Schiff und durchstreifte auf Treckingtour 30 Länder Afrikas. Nach zurückgelegten 52.000 Km und unendlichen Strapazen, kam ich auf dem Landweg nach Deutschland. Danach bereiste ich für 4 Monate den Himalaya. Ich kehrt nach Afrika zurück und überholte für 15 000 Euro mein Schiff. Mein nächstes Ziel war Alaska. Aber...auf diesem Weg dorthin, verlor ich dann auf den Seychellen - durch einen Schäkelbruch - mein Schiff, welches mich 20 Jahre um die Welt getragen hatte.

Endstation Paradies

 

Strandung der Bavaria I am 24. Februar 2007 auf Marianne - Island / Seychellen

     

Durch den Bruch eines Anker- Schäkel strandete die Bavaria

      

Übernachtung auf der einsamen Insel

   

               Drei Tage nach der Strandung                          Abbergen der Bootsausrüstung 

   

Bergen des Masten

  

Drei Monate später brachte ein Sturm das 20 t -Schiff an den Strand

  

Der Zahn der Zeit hatte schon zugeschlagen...auch bei mir!

Es wurde für mich Zeit - Abschied zu nehmen !!!

Nach der Aufgabe meiner selbstgebauten Yacht Bavaria, im Februar 2007, habe ich mir nun eine Dufour 35 classic zugelegt, mit dieser ich weiterreise - auf den Meeren dieser Welt.   

Länge 10,7 m  -  Breite 3,5 m

    

Feuertaufe der Bavaria II, auf dem Rückweg nach Kenia - mit glücklicher Ankunft!


Wolfgang Clemens

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