around the world
Gangerl´s Reiseberichte
| Donau - Südsee - Seychellen |
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| Afrika - 52000 km durch 30 Länder | |
| Äthiopien - Madagaskar | |
| Das Rift und die ostafrikanische Küste | |
| Himalaya - Nepal | |
| Bhutan - Tibet | |
| World Challenge - Endstation Paradies |
Seit 1987 segelt der gelernte Kunstschmied um die Welt.
Dabei hat er kilometermäßig, 6-mal die Welt umrundet. Auf seinem Trip um den
Globus lernte er verschiedenste Völker, einen Bischof, Könige, Diplomaten, Künstler,
Erfolgsmenschen, Gangster, Mörder und Bettler kennen.
Wolfgang Clemens, alias Gangerl, war in seiner Jugend ein nicht gerade leicht erziehbarer Junge. Nach einer Lehre in München als Kunstschmied brauchte er mehr Freiheit und ging als Mühlenbauer auf Montage. Dabei lernte er seine Frau kennen, zeugte zwei Kinder und glaubte, nach sieben Jahren wäre sein Soll erfüllt. Nach dieser ehelichen Ruhephase ließ er dann so richtig die „Sau“ raus. Er betrieb alle Adrenalin-Action-Sportarten, die man sich denken kann, avancierte zum Frauenheld, wurde zweimal zum Faschingsprinz gekürt, erwarb sich als Partylöwe einen Namen und bewies sich als Hans Dampf in allen Gassen. Durch seinen Wagemut verbrachte er viele Monate in Krankenhäusern und sprang dem Teufel nicht nur einmal von der Schippe.
Seine Abenteuerlust trieb ihn in ferne Länder, wo er nicht nur die schönen Seiten des Lebens kennen lernte. Auf einer Tauchsafari in Griechenland wurde er mit Amphoren erwischt und man verdonnerte ihn zu zwei Jahren Gefängnis. Doch mit Hilfe einiger Politiker kam er nach 75 Tagen wieder frei. Diese bittere Erfahrung holte ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Nicht aber, dass er nun ein rechtschaffener Deutscher wurde, nein, er fasste nun den Plan, dieser spießigen Welt den Rücken zu kehren. Um diesen Plan ausführen zu können, benötigte er ein Schiff. In 12-jähriger Freizeitarbeit baute er sich ohne fremde Hilfe eine 15 Meter lange stählerne Segelyacht. Als das Werk schließlich vollendet war, verkaufte er seine Kunstschmiede und sagte „Servus“. Er hatte nichts mehr außer seiner Mutter und seine beiden Kinder, die ihn in Deutschland hielten. Seine Devise war, wenn aussteigen, dann richtig.
Mit großem Bahnhof wurde er in Regensburg verabschiedet, und der ahnungslose Hochseekapitän schipperte Donau abwärts durch die damals unruhigen Balkanländer ins Schwarze Meer. Für das touristisch überschwemmte Mittelmeer nahm sich Gangerl nur ein halbes Jahr Zeit. Aber schon da bekamen die bunten Blätter ihre ersten Schlagzeilen. Die Bavaria, so wurde Gangerls Schiff getauft, legte sich nichts ahnend in Palma de Mallorca neben eine deutsche Yacht aus Kiel. Deren Crew verlieh ihrer Abneigung gegen Segler aus Bayern dadurch Ausdruck, in dem sie das Schiff mit einem Hagel aus Eiern, Tomaten und brennenden Lappen eindeckten. Die Attacke ging auf der Titelseite der Bildzeitung als „Die Schlacht von Mallorca“ in die Pressehistorie ein. In diesem Zusammenhang bat anschließend Prinz Michael von Preußen mit einer Flasche Moet Chadon den erzürnten Bayern, für das flegelhafte Verhalten seiner Landsleute, um Entschuldigung.
Für seine erste große Feuertaufe, die Überquerung des Atlantiks, hatte sich Rasmus, der Gott der Winde, für unseren Aussteiger etwas Besonderes einfallen lassen. Sichtlich erzürnt über so viel Unverfrorenheit eines Möchtegernskippers, schickte er Gangerl den Geschmack eines Weltunterganges. 38 Yachten waren von Gibraltar aus zur Atlantiküberquerung aufgebrochen. 37 gaben auf, eine davon für immer. Aber am Gangerl hatte sich Rasmus die Zähne ausgebissen. Bei Windstärke 12 trieb er tagelang hilflos auf dem Ozean herum, aber an ein Aufgeben dachte der Bayer nicht. Fernab von der touristischen Yachtszene durchkreuzte er die Karibik, Venezuela, Panama und legte wert auf ausgiebige Inlandtouren.
Durch den Panama-Kanal, über die Schatzinsel und Galapagos erreichte er in 35 Tagen die Marquesas in der Südsee. Dieser große Pazifik unterhalb des Äquators sollte die nächsten 5 Jahre Gangerls Wahlheimat werden. In den Tuamotus, dem größten Atollgebiet der Erde, widmete sich Gangerl seinem Lieblingssport, dem Tauchen. Auf seinen ca. 5000 Tauchgängen erlebte er nicht selten gefährliche Situationen. Für die Aufnahmen von Mund-zu-Mund-Fütterungen von Haien und Muränen zeichnete ihn der internationale Amateurfilmverband mit einer Goldmedaille aus. Sein Faible für Natur und Primitivkulturen, trieb ihn an Land mit der selben Zuverlässigkeit in Extreme, wie auf See. Über Französisch Polynesien segelte unser Tausendsassa zu einem Meeting mit dem König von Tonga. Drei mal besuchte er Neuseeland, bestieg den Mt. Cook und suchte die interessantesten Gebiete dort auf. Über Fidschi erreichte die Bavaria wieder ein Tauchparadies Namens Tuvalu. Ein halbes Jahr verweilte der Abenteurer 1991 als erste Yacht im Atoll Nanumea. Sowie auf vielen anderen Inseln unternahm er auch hier mit seinem Drachen die Erstbefliegung.
Mit kräftigem Wind kreuzte die Bavaria dann nach Australien, wo er sich wieder ausführlich das Inland vornahm. Auf dem Weg von Tasmanien nach Auckland-Island, in der Nähe der Antarktis geriet die Bavaria in einen horrenden Sturm. Zyklon Polly versuchte mit 70 kn Sturm und 15 m hohen Wellen das Schiff zu zerschmettern. Sieben Tage dauerte dieser Jahrhundertsturm, und dabei wurde das Schiff unzählige Male mit dem Masten auf das Wasser gelegt.
Wieder in Neuseeland zurück, leckten das Schiff und der Kapitän erstmals die entstandenen Wunden. Über Westsamoa, Wallis und Fidschi schlug sich der Globetrotter nach Vanuatu durch. Hier besuchte er die mit Penisköchern bewaffneten Turmspringer in Punlap, auf Pentacote. Illegal besuchte er daraufhin die Kwaios auf den Salomonen und wanderte dafür wieder einmal ins Gefängnis. Ein besonderes Highlight war für ihn dann Papua Neuguinea. Monatelang durchstreifte er den Dschungel, lebte bei den Kannibalen und wäre durch eigene Dummheit fast in den Kochtopf gewandert. Er lernte durch den Bischof Maier den damals noch lebenden Sir William Wamp kennen, der von der Queen geadelt wurde, weil er 1935 die australischen Lee-Brüder, die Entdecker des Hochlandes, nicht verspeist hatte.
Monatelang pendelte Clemens zwischen den atemberaubenden Inseln der Karolinen Satawan, Truk, Yap, Ifalik und erfreute sich an der phantastischen Natur, vornehmlich unter Wasser, und lebte in Harmonie unter exotischen Stämmen. Unwissend lief er die Leprainsel Kapingamarangi an und gerät auf dem Weg zu den Philippinen in einen Taifun. Zwei Jahre durchkreuzte er die unzähligen Inseln und gelangt natürlich auch in das gefürchtetste Piratengebiet der Erde, die Sulusee. Dort erlebte er den Schlimmsten, von ca. 20 Raubüberfällen. Nachts enterten schwer bewaffnete Piraten seine Yacht und als sie auf ihn anlegen wollten, drückte er ab. Einer kippte tödlich getroffen über die Reling, der Zweite kollabierte an Deck. Als der Skipper ihn von Bord befördern wollte, schlitzte ihm der Verletzte den linken Unterarm auf. Eine 25 cm lange Wunde blieb ihm als lebenslanges Andenken. Clemens zog dem Schurken anständig einen mit dem Knüppel über den Kopf und entsorgte die Leiche außen Bords.
Nach sieben Jahren flog Clemens zum ersten mal in die Heimat zurück. Aus Geldmangel hielt er Diavorträge über seine abenteuerlichen Reisen. Aber er kommt mit den Deutschen nicht mehr zu recht. Wie engstirnig, kaputt und selbstherrlich waren sie doch geworden. Sie leben in einem Schlaraffenland und alles was sie noch kennen, ist Hektik und Neid. Nach ein paar Monaten bekam er, wohl durch diesen Stress in Deutschland, große Magenprobleme und stach wieder in See.
Ein zweites Mal nahm er Kurs auf Neuguinea und wurde unterwegs von einem fürchterlichen Dengefieber-Anfall eingeholt. Er erreichte fertig und abgemagert Irian Jaya. Wochenlange Trips im Hochland zu den Dani, Lani und Yally-Tribes, brachten ihn in die Steinzeit zurück. Mit fünf Trägern und einem Führer besuchte er Dörfer, die noch nie ein Weißer zuvor betreten hatte. Mit einer einmotorigen Piper flog er nach Agats in die Sümpfe von Asmat. Er lebte bei den Asmat, Karowais und Kombais, welche ihre Hütten hoch in die Baumgipfel bauen und heute noch immer Menschen essen.
Auf dem Heimweg zu den Philippinen, tauchte Gangerl in unentdeckten Tauchparadiesen der indonesischen Inselwelt. Nach seiner Ankunft auf den Philippinen überfiel ihn wieder das Dengefieber und er sprang im Krankenhaus von Cebu, wieder einmal dem Teufel von der Schaufel. Auf dem Weg nach Malaysia entkam der Verrückte wieder um Haaresbreite den Sulu-Piraten. Auf Borneo besuchte er die Orang-Utans, viele Dörfer der Ureinwohner und bestieg den Kinabalu, den höchsten Berg Südasiens mit 4100 m. Als er in Pontianak-Kalimantan auf der indonesischen Seite einklarierte, wurde er, wie so oft, nachts überfallen und ausgeraubt. Diesmal erwischten die Gangster seine teure Film- und Fotoausrüstung. Ein besonderes Erlebnis für den Abenteurer war eine Waljagd, per Kanu mit dem Handspeer, auf Sumatra. Auf dem paradiesischen Chagos Archipel musste der begeisterte Taucher wegen Attacken von Weiß- und Tigerhaien um sein Leben zittern. Nach 72 Tagen erreichte er dann die herrlichen Seychellen. Über Madagaskar, dem Vogelparadies Cosmoledo, gelangte unser Naturfreak ins behüteteste Tieratoll der Welt. Nur ganz wenigen Forschern ist es erlaubt, der Weltbank einzigartiges Naturerbe „Aldabra“ zu besuchen.
150 000 Landschildkröten wohnen hier und täglich legen ca. 1000 Seeschildkröten ihre Eier ab. Nach einem Blitzschlag strandete Gangerl in Tansania auf Mafia-Island. Mit Gottes Hilfe brachte er den Kahn wieder flott und parkte ihn in einem Urwaldfluss in Kenia.
Mit dem Rucksack nahm er sich von dort aus den schwarzen Kontinent vor.
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Afrika
52.000 Km auf dem Landweg durch 30 Länder
Er hatte vor 35 Jahren seine Kunstschmiede gegründet, obwohl damals überhaupt kein Markt dafür da war. Er hatte sich eine Yacht gebaut, obwohl er absolut ein Laie war. Er kaufte sich eine Kneipe im Wald und machte einen absoluten Publikumsrenner daraus. Seine kopfgesteuerten Erfolge machten ihn auf seine Art arrogant. An die zehnmal schrammte er nur mit Glück am Tod vorbei, doch er wollte immer wieder dem Teufel in den Rachen spucken. Er begab sich in Länder mit Bürgerkriegen, verbrachte Monate, unter unmenschlichen Bedingungen, in chaotischen Gefängnissen. Immer sah er dabei den berühmten Hoffnungsschimmer, denn er wusste, er habe einen heißen Draht nach oben. Angst kannte er nicht. Er schlief allein zwischen Nilpferden und Krokodilen an den Murchison-Fällen. Er machte die Pokots mit Maisbier besoffen, weil sie sich nicht von ihm fotografieren lassen wollten. Daraufhin wäre die Szene fast eskaliert. Er flog mit dem Drachen über die Viktoriafälle, trieb Whitewater-Rafting auf dem Nil und dem Sambesi. Er unternahm Safaris zu Fuß und auf dem Rücken von Elefanten. Er jumpte von der 110 m hohen Viktoriabrücke und begab sich auf aufregende Kanusafaris. Beim Besuch der Ovahimbas in Angola und Namibia knallte er beim Rückweg nach Swakopmund in der Skelettküste in ein Erdloch und unter einem funkensprühenden Knall zerbarst die einzige Batterie im Jeep. Gott aber sendete in die gottverlassene Gegend einen Wagen der ihn rettete. Als er beim Abseilen am Tafelberg hing, fasste er den schier unmöglichen Entschluss, auf dem Landwege nach Deutschland zu trampen. An der Grenze von Swaziland wurde Clemens nachts um Haaresbreite erschossen. Die Soldaten hielten ihn für einen Autodealer. Obwohl er die Kugeln der vorbeipfeifenden Geschosse spürte und wieder einmal im Knast landete, setzte er seinen Weg unbeirrt fort.
In Kenia erwischte er die Malaria-Tropica und der Professor des englischen Tropeninstituts gab keinen Pfennig mehr auf sein Leben. In Nordkenia, auf dem Weg zu den Turkana-Nomaden wurde er von Somali-Shiftas bis aufs Hemd ausgenommen. Wieder schickte ihm Gott einen italienischen Vogelforscher, der ihm mit Ausrüstung aus der Patsche half. Seine 3000,-- Dollar hatten die Banditen in seiner Unterhose übersehen. In Äthiopien wanderte Gangerl wegen Waffenbesitzes wieder in den Knast, auch wenn es nur eine Gaspistole war. Wieder frei, trampte Clemens 8500 km durch das alte Kaiserreich. Er baute sich ein Papyrus Boot, um zu den Tissisat-Wasserfällen zu gelangen. Er besichtigte die Kaiserstadt Gondor, die Steinkirchen von Lalibella, die Bergkirchen Abuna-Jemeta in Guh. Ein besonderer Leckerbissen waren die hübschen Afar-Mädchen, obwohl moslemischen Glaubens, sind sie topless gekleidet. Noch als Kind werden ihnen in einem Initiations-Ritual die Klitoris heraus geschnitten und die Vagina zugenäht. Er trifft sich in Harar mit dem Hyänenmann und füttert von Mund zu Mund nachts 50 wilde Hyänen. An der Grenze zu Somalia wurde er wiederum vom Militär verhaftet, weil er sich auf verbotenem Gebiet aufhielt. Ein absolutes Highlight für den Kulturburschen war dann das Gebiet um den Omo-Fluss. Er trampte nach Jinka, kaufte sich ein Reit- und Packmuli und ritt zu den Surma- und Mursi-Stämmen mit den großen Tontellern, in der Unterlippe. Unterwegs starb sein Reitpferd und er musste tagelang zu Fuß gehen. Weiter Höhepunkte waren Hama-, Galep- und Karo-Tribes, die mit ihren Lehmkonstruktionen im Haarbereich wahre Künstler sind. Er besuchte den Bume-Stamm und überquerte wieder illegal die Grenze zum Sudan. Dort entdeckte er einen unbekannten Stamm, der total nackt lebt. Einzige Auffälligkeiten sind Pearcings und unzählige Narben am ganzen Körper, die durch gewollte Hauteinschnitte entstehen.
Zurück in Addis Abeba traf er sich mit Karl-Heinz Böhm und fuhr anschließend als LKW-Driver mit einer Ladung Kaffee in den Sudan nach Khartum. Da es kein Visum für Touristen gab, hatte sich Gangerl in einer Spedition anstellen lassen. In Khartum sagte er zu seinem LKW-Kollegen tschüß, begab sich in ein Krankenhaus und wurde von Sicherheitspolizisten verhaftet. Zwei Wochen wurde er als mutmaßlicher Spion verhört, gefoltert und schließlich mit Militärbegleitung per Zug nach Wadi Halfa an die ägyptische Grenze abgeschoben. Wieder einmal hatte er unsagbares Glück, denn im Sudan verschwinden eine Menge von Menschen auf Nimmerwiedersehen. Das er da mit heiler Haut herausgekommen war, verdankte er seinem langen weißen Bart und seiner moslemischen Kleidung.
Als er in Assuan ankam, mietete er sich ein Auto und fuhr wieder verbotener Weise zum Abu Simbel Tempel. Wieder bekam er Schwierigkeiten und wurde von einer Militärstreife verhaftet. Nach seiner Entlassung segelte er mit einer Feluka nach Luxor. Flussabwärts besuchte er fast alle historischen Denkmäler der Pharaonen. In Giseh mietete er sich ein Kamel und ritt zu den Stufenpyramiden von Sakkara. Nach dem Besuch der Oase Siwa, an der libyschen Grenze, wo Alexander der Große gekrönt wurde und Cleopatra gebadet hatte, überquerte unser Tramp den Suezkanal und bestieg den Berg Moses. Er durchstreifte die Wüste Wadi Rum und startete der Felsenstadt Petra einen Besuch ab. Nach einem Bad im Toten Meer pilgerte Gangerl zur römischen Kultstätte Jerasch und zu vielen anderen Altertümern.
Als man ihm kein Visum nach Syrien geben wollte, schaltete er den deutschen Botschafter ein, und schon ging die Reise weiter nach Damaskus. Über die Kultstadt Allepo trampte der Landstreicher durch die Türkei nach Istanbul. Dort verweilte er sehr andächtig auf der Bosporus-Brücke, unter der er vor zwölfeinhalb Jahren mit seiner Yacht hindurchfuhr. Der Kreis um die Welt hatte sich für ihn geschlossen. Unter schwierigen Bedingungen kämpfte sich dann unser Held durch die Balkanländer nach Deutschland.
Der verlorene Sohn stand am Heiligen Abend 1999 vor der Tür seiner Mutter.
Mit einem unbändigen Motivationstrieb und im 16 stündigem Tagesrhythmus, schaffte er in 3 Monaten, dass schier Unmögliche. Zuerst mussten Killerbienen aus dem Segelmasten vertrieben werden. Dann folgte die Überholung von beiden Motoren und dem gesamten Schiff. Kaum fertig, war er schon wieder unterwegs zu neuen Abenteuern. Äthiopiens Riff Valley hatte es ihm angetan. Unter unsagbaren Strapazen reiste er durch Djibuti, Eritrea und durch das alte Kaiserreich. Dabei legte er über 9 tausend Kilometer zurück und versäumte kein Highlight auf seiner abenteuerlichen Reise. Er war zu Gast bei einem Sultan, er erlebte eine Orthodox-Moslem-Hochzeit und traf sich mit dem Initiator der Aktion „Menschen für Menschen“ Karl Heinz Böhm. In Harar füttert er des Nachts, mit dem Hyänen-Mann, 50 wild lebende Raubtiere. An der Grenze zu Somalia, wird er wieder einmal verhaftet und auf dem Wege zu den Mursis, verliert er sein Reitpferd. Absoluter Höhepunkt aber ist das Omotal im Rift Valley. Grausige Rituale, wie die Beschneidung von Frauen und Jungmännern, wie Auspeitschungen und Opferungen, begleiten ihn seines Weges. Er bereist illegal den Süden Sudans und dringt zu Stämmen vor, die heute noch keine Kleidung kennen. Wieder zurück auf seinem Schiff sticht er in See, in Richtung Madagaskar. Gegen heftigen Wind und starker Gegenströmung, segelt er in 17 Tagen, über die Komoren nach Madagaskar. Unterwegs zereist ihm ein Vorsegel und er wird von einem 2o m Pottwal gerammt. Sein Sprichwort „Paradiese muss man sich verdienen“ bewahrheitet sich auf Madagaskar auf das Vollste. Beständiger Sonnenschein, an traumhaftern Palmenstränden, sowie die nettesten Mädchen dieser Erde, machen dieses Land, zu einem Paradies. Der Fischreichtum, sowie die intakten Riffe, lassen jedes Taucher und Anglerherz höher schlagen. Wieder schnappt sich Gangerl seinen Rucksack und trampt Monate lang durch das einzigartige Biotop Madagaskar. So unbekümmert und nett wie die Bevölkerung, so gibt sich auch die Tierwelt. Lemuren zu Tausenden, begleiten Gangerl durch das einzigartige Land. Hier fängt er zum ersten mal den seltenen Sägefisch und wieder geht im ein riesiger Wahoo an die Angel. Schweren Herzens, trennt er sich nach einem halben Jahr, von diesem Traumland und wagt sich wieder einmal auf ein heißes Pflaster. Er läuft Glorieuses eine Militärinsel der Franzosen an. 2 Tage wird er verhört und ist sich danach sicher, dass auf dieser Insel, verbotenerweise, mit B und C-Waffen geforscht wird. Nach 5 herrlichen Segeltagen unter Spinaker, erreicht er die Privatinsel Chale, in Kenia. In Kilifi nimmt er, an einem internationalen Preisfischen teil und gewinnt die große Lady de la Meer-Competition. Danach segelt er ins Inselparadies Lamu, welches schon ein Geheimtyp von Bob Marlay war. Hier begegnet man dem Traum „tausend und eine Nacht“. Endstation ist dann die herrliche Insel Kiwajiu, an der somalischen Grenze. Hier hat Gangerl ein Baumhaus und erholt sich von seinen Reisen. 200 m hohe Sanddünen mit breiten Kilometer langen Sandstränden und herrlichen Tauchgründen, laden zum ewigen Verbleiben ein.
Ein abenteuerlicher Vortrag, in gewohnter Manier, hervorgetragen in 640 Dias-Multivisionsshow von Wolfgang Clemens, alias „Gangerl“, der seit 1987 auf abenteuerlichen Touren reist.
Wer Traumstrände und Inseln kennen lernen will und etwas besonderes erleben will, kann sich Gangerls Homepage vor Augen nehmen, oder sich über Hotels und Ressorts seines Freundes Mombasa-Joe erkundigen. Beide Angebote, können auch kombiniert werden.
Vom Norden Kenias startete er mit einer Kamel-Karawane der Gabras, entlang des Turkana See nach Loyangalani. Hier besuchte er die Turkana-Nomaden, die mit ihren Kamelherden, ständig auf der Suche nach etwas Fressbarem sind. Der Turkanasee, der die größte Krokodil-Popolation der Welt besitzt, ist auch die Heimat der Rendille und des kleinsten Stammes Afrikas, den El Molo, mit nur 4O Einwohnern. In Shouth-Horr, wird Gangerl von schwerbewaffneten Shiftas (somalische Wegelagerer wieder ausgenommen. Unter strapa-ziösen Bedingungen trampte der Weltenbummler, über Berge und durch Schluchten, lebte bei den wildesten Stämmen Afrikas und stand sich auch nicht selten wilden Tieren gegenüber. Bei den Pokot half ihm nur noch eine rasche Flucht, den die trunkenen Bewohner eines Dorfes, wurden handgreiflich. Er besuchte den Lake Baringo und den Lake Nakuru mit seiner beeindruckenden Tierwelt. Er lebte wochenlang bei den Samburus und Maasais, erlebte bei Initiations-Ritualen die Beschneidung der Jung-Männer, erlebte Trauer und Kriegstänze. Über den Ngorongoro-Krater in Tansania, gelangte er zum roten „Lake-Natron“ und dem spektakulären Vulkan Ol doinyo Lengai. Sein nächstes Ziel war Malawi, mit dem 1000 m tiefen Malawi-See. Arm an Infrastruktur, aber reich an Kultur, war es für den Tramp, ein reiches Land. Durch das westliche Rift-Valley, in dessen Schluchten eingebettet, der Lukwa, Tansanika, Edward und Albertsee liegt, gelangte er nach Ruanda und Uganda. Hier besuchte er wieder die Berg-Gorillas und bestieg den 3. höchsten Berg in Afrika, den Mt. Stanlay, im Ruwenzori-Gebirge. Er besuchte die Schimpansen im Kibale-Dschungel, den tierreichen Queen-Elizabeth-Nationalpark und war an den spektakulären Murchinson-Wasserfällen. Nun war er mit sich zufrieden. Er hatte den kompletten afrikanischen Graben durch trampt. Über den herrlichen Ambosseli-Nationalpark, am Fuße des Kilimandscharo, und durch den National-Park Zavo-West, ging es dann wieder zurück auf seine Bavaria.
Nun hatte er von den Landstrapazen die Nase voll, er wollte weiße Palmenstrände sehen. Zuerst segelte er, in die Märchen-Idylle Lamu, wo sein Freund Mombasa-Joe einige Hotels besitzt und zog sich dann auf sein Baumhaus auf der Insel Kiwajiu zurück. Nach einiger Zeit kribbelte es beim Gang wieder und er machte sich auf den Weg nach Mosambik. Über die Inseln Chale, Wazini, mit den großen Delphin und Walhaischulen, segelt der Abenteurer ins Tauchparadies Pemba, In Sansibar mischt er sich wieder in das Abenteuer, Hafen und Barbesuche. Nach Daressalam, gelangte er zur Südsee ähnlichen Insel Mafia-Island. Von über 5 Tausend Tauchgängen verwöhnt, kam der Gangerl hier total wieder auf seine Kosten. Am Tropp-Off des Außen-Riffs, zeigten sich vorbeiziehend, an intakter Korallenwänden, Haie, Mantas, Barakudas, und riesige Barsche. Von Insel zu Insel ließ sich Gangerl treiben und er war mit sich und der Welt zufrieden. Hier draußen, in der unberührten Welt, fernab von Stress, Protz, Hass und Neid, schien es ihm, als wollte seine Brust platzen. Insel an Insel, mit den tollsten Palmenstränden, umrahmt mit intakten Riffen, segelte Gangerl bis nach Mosambik. Einen Zyklon überstand er mit seiner Yacht in einem Mangroven-Fluß und flüchtete danach zurück ins sichere Kenia.
Ferne Länder, exotische Völker, geheimnisvolle Bräuche
und imposante Naturdenkmäler treiben den Globetrotter Wolfgang Clemens seit
fast 18 Jahren, mit seinem Schiff um die Welt. Nach 3 Monaten
Deutschlandaufenthalt, viel ihm mal wieder die Decke auf den Kopf.
Kurzentschlossen plante er sein neues Abenteuer. Die unwirtliche abweisende
Gebirgswelt des Himalaya. Das Dach der Welt.
Gangerl hatte sich 4 Monate Zeit genommen, um auf Trecking-Tour die fremdartigen Riten und Gebräuche der Bhuddisten und Hinduisten kennen zu lernen. Weiter interessierten ihn die einmaligen Baudenkmäler und die umwerfende Natur des asiatischen Hochlandes. Es war zum Teil ein schwerer Trip, der in manchmal an seine Grenzen brachte. Doch die wilde Erhabenheit der Bergriesen, die unendliche Weite der Geröll- und Schnee-wüsten, die Gewalt von Wasser und Eis und vor allem, die unverkrampfte ehrliche Natürlichkeit der Einheimischen, entschädigten ihn mit unvergesslichen Erlebnissen und unauslöschlichen Eindrücken.
Da sein Traum mit der sibirischen Eisenbahn in die Mongolei
und von dort nach Tibet zu reisen geplatzt war, flog Gangerl direkt nach
Kathmandu. Mit seiner Ankunft, schienen die Götter nicht ganz einverstanden zu
sein, denn sie öffneten ihre Himmelsschleusen und Kathmandu war am ertrinken.
Wetter, Naturkatastrophen und maoistische Anschläge
konnten Gangerl jedoch nicht stoppen und so war er bald mit Träger und Guide
unterwegs zum größten zentralen Gebirgsmassiv, dem Annapurna. Um diesen
Achttausender stehen auf engstem Raum 11 weitere Siebentausender. Gangerl war
mit einer nicht auskurierten Lungenentzündung angereist und hatte die ersten
Tage große Probleme. Es waren nicht die bis zu 40 km- Tagestrips, Berg auf Berg
ab, sondern die Höhe und das anfängliche schlechte Wetter. Nepal hatte den
schlimmsten Monsun seit Menschen gedenken. Unzählige Berglawinen waren
abgegangen und hatten ganze Dörfer mit ins Tal oder in den Fluss gerissen.
Pfade waren unpassierbar, Brücken waren weg geschwemmt, doch das konnte die
Bevölkerung nicht entmutigen. Wie die Ameisen hielten sie zusammen und schufen
neue Brücken und Pfade. Gangerl hatte 2 Mal einen Schutzengel bei sich, als vor
seiner Nase eine Landlawine ins Tal schoss. Im tiefsten Tal der Erde, zwischen
Dhaulagiri 8167 und Nilgiri 7061 m, verlor er durch einen Bergrutsch sein Pferd.
Kurz nach dem sie den donnernden wilden Margiangöi-River überquerten, löste
sich das riesige Betonfundament aus dem aufgeweichten Boden und die 200 m lange
Hängebrücke stürzte in den Fluss. Danach war die Versorgung des Tales für
einen Monat unterbrochen. Gangerls Zustand besserte sich von Tag zu Tag und
ebenso das Wetter. Nachmittags und Nachts regnete es ständig und die Klamotten
wurden niemals richtig trocken, doch am Morgen lachte dann wieder die Sonne. Da
eröffneten sich die tollsten Fotomotive. Ob die gewaltigen Bergriesen, die mit
Enzian und Edelweiß überzogenen Bergwiesen, oder die ständig freundlichen
Einheimischen, immer zeigte sich ein lohnendes Motiv. Vom Pilgerort Manang aus
kletterte Gangerl in den Gletscher des Gangapurna 7454 m und danach zum
höchsten See der Welt, dem Telicho-Leak 5400 m. Hier bestieg er mit seinem
Guide Ram einen namenlosen Sechstausender, denn er wollte seinen Erfolg am
Kilimandscharo überbieten. Über den großen Thorongla-Pass 5480m ging es dann
zum Wunschziel aller Hindus, zum Vhisnu-Tempel nach Muktinath. Entlang dem
Kali Kandaki Fluss ging es über den Pon Hill, vorbei am heiligsten Berg Nepals,
dem Machhapuchhre, zum Basislager des Annapurna 1 .Auf dem Rückweg, begegnete
Gangerl dem sagenhaften Schneemenschen, einem riesigen 2 m großen,
weißköpfigen Affen den er fotografieren konnte. Nach 28 Tagen und
900 Km zurückgelegter Strecke, einem täglichen Marsch zwischen 30 und 40 Km
und ca. 15.000 Höhenmeter, erreichte der Abenteurer seinen Ausgangsort Lukla.
Anfangs per Bus, dann wegen Landlawinen zu Fuß, trampte er zum Chitwan
Nationalpark. Auf dem Rücken von Elefanten, die er teilweise selbst steuerte,
war er täglich auf der Suche nach Tigern und Nashörnern. Er besuchte Bhuddas
Geburtsstätte und den riesigen Pashupati-Tempel der Göttin Sita. Im
Kosi-Reservoir wurde Gangerl von einem wilden Elefanten gejagt und auf dem
Rückweg nach Kathmandu ereignete sich ein Verkehrsunfall und er musste durch
den aufgebrachten Mob, um sein Leben bangen. Sein nächstes Ziel war Gokio am
Fuße des Cho Oyu, wo er vom Basislager aus wieder einen Sechstausender bestieg.
Über den gefährlichen Cho La-Pass ging es dann zum Mt. Everest. Nachdem er auf
den Kalapata stieg, musste Gang zum Basislager. Hier kletterte er in den
Eisfall, den gefährlichsten Teil der Everestbesteigung. Den Abschluss seines
ersten Himalaya Trips krönten dann die historischen Stupas und Tempelanlagen
von Nepal. Ob die riesige Stupa von Bodnath, der Durbar Square von Patan mit dem
Königspalast, die gewaltigen Tempelanlagen von Bhaktapur, die Stupa von
Svayambhunath, oder die bombastische Tempelanlage Pashupatinath mit ihren Ghates,
wo tägliche Leichenverbrennungen stattfinden, alles beeindruckte zu tiefst.
Nepal mit seiner gewaltigen Bergwelt und den gläubigen zufriedenen Menschen hat
den Gang verändert und zu anderen Horizonten gebracht, deshalb geht ein Teil
seiner Einnahmen aus den Vorträgen zu Gunsten der Nepalhilfe.
Touroperator in
Khatmandu-Thamel „ Nepal-Vision-Treks and Expeditions „
Ein mysteriöses Land, eingebettet in den Himalaya, mit stolzen Siebentausender und tiefen Schluchten, war das nächste Ziel unseres Weltenbummlers. Seine ersten Impressionen waren umwerfend. Noch nie zuvor hatte er so ein Land kennen gelernt
Der fremdländische Baustiel, in einer noch nie gesehenen Schönheit. Die Menschen sind, in Gruppen unterschiedlich, in vorher nie gesehener fremdländischen Tracht gekleidet. Die herrlichen Tempel mit ihren goldenen Dächern und die unendliche Zahl der Mönche ( 50% der Männer sind Mönche ) machten einen tiefen Eindruck auf den Gang. Es war kein Land für Backpacker, denn man hatte je Tag 240 Dollar zu entrichten. Aber da führ war alles Sonstige im Preis inbegriffen. Ob Auto mit Fahrer, oder eine Trecking- Tour, die Besuche von Klöstern, Spitzenhotels mit 7 Gänge-menüs, alles war in diesem Preis inbegriffen. Der Gast wird im Königreich Bhutan auf das Angenehmste verwöhnt. Das Beeindruckende aber im Land der Farben, ist die Freundlichkeit und die zum steten Lachen aufgelegten Menschen. Gangerl Besuchte viele Klöster, studierte und fotografierte das Klosterleben und die Bräuche der Bhutanesen. Er machte Fotos vom seltenen Nationaltier, dem Golden-Takin. Er mietete sich wieder Pferde und besuchte die in den Bergen lebenden Layas-Nomaden.
Ein besonderes Erlebnis war das riesige 3 Tage dauernde Fest in Ponakha Dzong.
Gruppe um Gruppe zeigten feurig anmutende Drachentänze.
Das Königreich Bhutan, mit ihren strenggläubigen Buddhisten, zwingt den Westeuropäer zum Umdenken und lenkt den Geist in andere Bahnen.
Tibet
Das Land des Dalai Lama
Vorbei am Cho Oyu 8021m, Labujikang 7361m und dem einzigen Achttausender in Tibet, dem Shisa Pangma, ging es zu dem in von tausenden Gebetsfahnen geschmückten 5200 m hohen Tongla Pass. Über das höchste Kloster der Welt Rongbuk, ging es ins Basislager des Mt. Everest. Es folgten 10 Tage Tortour auf staubiger, mit Schlaglöchern übersäter Schotterstrasse, mit vielen über 5.000 m hoch reichenden Pässen. Die Nächte 15 Grad kalt, die Tage 20 Grad heiß, das ungewohnte Essen bei den Nomaden, ließen den Trip zur Strapaze werden. Nach 3.000 Km, gepflastert mit einigen Autopannen, erreichten sie dann erschöpft das größte Ziel aller und Hindus und Buddhisten, den heiligsten Berg der Erde, den Kailash 6714 m. Dieser mystische Berg, mit der heiligen Cora ( Umrundung ), ist der Traum der Gläubigen im Himalaja. Bei der Cora die bis auf 5800m führte, kam Gangerl, durch eine starke Darminfektion belastet, an den Rand seines Leistungsvermögens. Die Höhenkrankheit schlug zu und Durchfall und stetes Erbrechen, zwangen in fast zur Aufgabe. Über den heiligen Manasarova-Leak, in dem die Asche von Mahatma Gandi ruht, traten sie den langen Rückweg nach Lhasa an. Unterwegs retten sie einer schwer erkrankten Nomadin das Leben, weil sie mit Antibiotika versorgt wurde und bekamen als Geschenk dafür 4 Schneeleopardenfelle.
In den nächsten 2 Wochen, widmeten wir uns der tibetanischen Kultur. Stupas, Chorten, Manimauern, faszinierende Klöster und unglaublich gläubige Pilger, veränderten dem Weltenbummler sein Weltbild. Ein absoluter Höhepunkt bildete dann Lhasa die riesige Tempelstadt. Der gewaltige Portala-Palast, mit seinen 1000 Zimmern und den goldenen Dächern, sowie der heiligste Tempel Jokhang um den täglich 10.000 Pilger mit ihren Gebetsmühlen wandern, erzeugten tiefste Impressionen im Innersten des Weltenbummlers.
Die Viermonatige Reise durch Nepal, Bhutan und Tibet haben Gangerls Gesinnung verändert, deshalb geht ein Teil aus den Vortragseinnahmen, an die Nepalhilfe in Beilngries.
Gangerls nächste Pläne sind: Ab Mai ist er mit seiner Bavaria auf den herrlichen Seychellen, wo er Chartergäste an Bord nimmt. Ab Oktober ist er wieder in seinem geliebten Kenia und verwöhnt Segel und Tauchgäste an der traumhaft schönen Küste von Kenia und Tansania. Ab Sommer 2007 ist er mit der Bavaria in Indien, Srilanka, Malediven, Thailand, Malaysia und Indonesien unterwegs.
Ein wunderbares Abenteuer war
zu Ende, welches den Gang in eine neue Ebene des Lebens verfrachtete. Reich an
neuen Erfahrungen aber knapp an Moneten, flog er wieder zurück nach
Deutschland. Nach einigen Monaten Aufenthalt, wurde die Geldschwindsucht durch
Vorträge wieder aufgewertet. Nervlich und körperlich am Ende, durch den
anhaltenden Vortragsstress, fliegt er wieder auf sein Schiff zurück nach Kenia.
Wieder trifft ihn das Schicksal mit voller Wucht. Sein Askari ( Wächter ) war
verschwunden und mit ihm wieder Dinge im Wert von 3000 Euro.
Im Masten waren wieder
Killerbienen, der Mercedes Motor war fest und musste zerlegt werden, das
Getriebe funktionierte nicht und ein Kühlkompressor hatte sich verabschiedet.
Nach 2 Monaten hatte er das Schiff wieder so weit, dass Weihnachten Gäste an
Bord Kommen konnten. Als Gangerl mit diesen Gästen nach 3 Wochen wieder zurück
kam, überraschte ihn seine Freundin Eva, dass sie Schwanger sei.
Eine Abtreibung kam für sie nicht
in Frage, da ein Musungu ( Weißer ) einem Lottogewinn gleich kam. Als die
Saison im April zu Ende war, bunkerte der Seewolf das Schiff voll, für die
Seychellen wo er 4 Monate ausgebucht war. 3 Tage vor der Abreise, fasste seine
Holde, er war inzwischen verheiratet, den Entschluss mitzufahren. Einer
schwangeren Frau einen gefassten Entschluss aus zu reden, ist so unmöglich wie
auf dem Mond zu tauchen. Am 18. 4. 2005 sticht Gang mit Eva in See.
Da Eva im 5. Monat schwanger war,
kam was kommen musste. Bereits am 2. Tag, litt sein Spatzl unter schwerster
Seekrankheit. Gegen den Wind und durch die Kalmen, zeigte sich Rasmus von seiner
schlechtesten Seite. Gewitter mit Windstärke 8 und anschließender Flaute,
waren keine Seltenheit und sie hatten sehr raue See. Eva war nur am Kotzen und
klagte über immer stärker werdende Schmerzen im Bauch. Am 4. Tag, sie hatte
seit Tagen nichts gegessen, glaubte sie felsenfest an einen Abgang.
Da Gangerls medizinische Bücher nichts über einen Abgang preis gaben,
versuchte er es ohne Erfolg, über das Funkgerät medizinische Hilfe zu
bekommen.
Gott sei Dank ließen die
Schmerzen am 7. Tage nach und sie erreichten nach 7 Tagen die Seychellen. 4
Monate kreuzten sie durch die traumhaft schöne Inselwelt und seiner Frau lernte
er sogar das Schwimmen und Tauchen. Beim Speeren von Fischen musste der
Waghalsige, sich einer Attacke eines 4 m langen Macro-Sharks erwehren.
Als Eva im 9. Monat war, schickte
Gangerl sie mit dem Flieger nach Afrika zurück und er folgte ihr mit der
Bavaria. .
Die
Geburt von Joseph
Ein paar Tage vor der Geburt,
erreichte Clemens nach nur 8 Segeltagen seine neue Heimat Kenia, dass glaubte er
zu mindestens damals. Am 5. September kam in einer Kakalaken strotzenden
Wellblechhütte Gangerls Sohn zur Welt, noch am selben Tag verließen sie das
Krankenhaus und zogen in ein gemietetes Häuschen.
Stolz auf seine neue Familie,
renovierte er 4 Monate lang die Hütte und steckte wieder sein ganzes Geld ins
neue Heim. Schlagartig füllte sich das Haus mit Familienmitgliedern und
Freunden, die am Wohlstand des neuen Geldgebers teilhaben wollten.
Dann folgte was kommen musste.
Intrigen wurden gesponnen, Geld wurde geklaut, Eva fing zu trinken an und dann
wollte die Polizei dem Käpt’n ein Bein stellen.
Als die unschönen Zehnen sich häuften,
ergriff in einer Nacht und Nebelaktion, Gangerl die Flucht. Mit wahnsinnigen Krämpfen
und Magenschmerzen, segelte er nach Tansania. Sein Plan war, über Südafrika
nach Australien zu segeln. In Daressalam erreichte ihn dann ein Anruf seiner
Frau, die reumütig um seine Rückkehr bittet. Tage hadert er mit sich selbst
und muss immer an seinen Sohn denken. Schlussendlich stimmt Gangerl zu und tritt
die Rückreise nach Kenia an.
Voller Zweifel seines Tun, greift
er zur Flasche, schläft ein und läuft in Süd-Pemba auf’s Riff. 2 Tage sitzt
er in der Falle, bis er aus eigener Kraft wieder frei kommt. Wieder in Kilifi,
schmeißt er die ganze Brut aus seinem Haus und gestattet nur noch Eva mit
Joseph und Schwester mit Kind, das Wohnrecht in seinem Haus. Da er aber dem
Frieden nicht traut, fasst der Abenteurer einen neuen Plan. Er wolle über die
Seychellen, Thailand, Philippinen und Japan nach Alaska segeln.
Als im Januar 1/2007 wieder ein
großer Bericht in der Yacht erscheint, ist Gangerl für 4 Monate auf den
Seychellen ausgebucht.
ENDSTATION
PARADIES
Als meine Gäste Mitte
Januar die Bavaria verließen, nahm ich in der selben Nacht noch Kurs auf die
Seychellen. Vor der Einfahrt nach Daressalam ( Tansania ) rammte mich fast ein
Frachtschiff, dessen Backbordlicht nicht brannte. Mit 30 Knoten hart am Wind und
rauer See, kämpfte sich die Bavaria nach Ostern. Am übernächsten Tag, war plötzlich
der Wind weg und ich musste den Motor zu Hilfe nehmen. 35 Stunden lief die
Yacht, bei arschglatter See nach Nord-Osten um in den Gürtel des NO-Monsuns zu
kommen. Einem Trennstrich gleich, war der Wind plötzlich wieder da. In flotter
Fahrt bewältigte ich die 1000 Sm
lange Strecke, in 8 Tagen. Vier
Tage später, kamen schon Freunde aus meiner Heimatstadt Roding und gleich
danach, 4 Gäste aus Berlin. Anfänglich
etwas skeptisch wegen dem Kultur-unterschied, entpuppten sie sich als ganz liebe
und zugängliche Gäste. Die erste Woche verlief harmonisch, bis zu Beginn der
2. Woche der Satan einen Riegel vorschob. Als wir vor der unbewohnten Insel
Marianne ankerten, drehte plötzlich der Wind auf Legerwal und wir wollten Anker
auf gehen. Beim Einholen der Kette kam sie kurzstag und der Schäkel am Anker
brach. Durch den hohen Schwell strandete die Bavaria sofort auf dem Riff. Auf
meinen Hilferuf über UKW erfolgte keinerlei Reaktion. 8 Stunden arbeiteten
Peter und ich in tosender Brandung. Wir holten uns Abschürfung, und Prellung
ein, um das Schiff vor Totalverlust zu retten. Doch alles war vergebens.
Tief enttäuscht übernachteten
wir am Strand und mein Gemüt war im Keller. Alles was ich besaß, lag da draußen
auf dem Riff und ich war am Rande des Ruins.
Am nächsten Morgen hatte
die Zerstörung des Schiffes schon vollen Einzug gehalten. Das Deckhaus war von
den Wellen weggerissen, das Schiff war voll Wasser gelaufen und das Innere war
mit einer schwarzen Öllache überzogen. 4 Stunden später wurden wir von der Küstenwache
abgeborgen.
In La Digue wurde ich sofort auf
200 Euro für die Seenot-Rettung angehalten, obwohl ich nackt bis auf einen
Surfshorty war. Sofort bat ich beim Hafenamt, Ministerium für Touristik,
beim Präsidenten und der deutschen Botschaft um Hilfe, aber ich stieß
nur auf mitleidloses Schulterzucken. Um Hilfe bei den Einheimischen bittend,
dass man mich zur 5 Sm entfernten Insel bringt, um Sachen vom Boot zu retten,
scheiterte an den hohen Zubringerpreisen, an denen sie sich gesund stoßen
wollten.
Als nach 3 Tagen das Wetter besser
wurde brachte mich Jeffry zum Wrack, doch die Piraten, hatten schon ganze Arbeit
geleistet. Nach 3 Tagen erfuhr ich,
wer die Diebe waren und meldete dies der Polizei. Doch meinerseits, hatte ich
damit gar keinen Erfolg. Die Polizei machte sich der Dinge habhaft und riss sich
Alles selbst unter den Nagel. Fragen nach meinem Motorrad und dem anderen
Diebesgut, wurden immer mit ausweichenden Antworten abgetan. Auf La Digue waren
meine Gäste und ich bei Klaus, einem Bayern untergebracht, der hier mit seiner
Frau ein wunderschönes, familiäres, kleines Hotel betreibt. Da ich mir eine
dauernde Unterbringung im Hotel nicht leisten konnte, bot mir Klaus seine 10 m
Segel-Yacht an.
Die Dufour Classic war ein
wunderschönes Schiff, doch total verwahrlost, da es schon 5 Jahre hier im Hafen
lag und nicht bewegt wurde. Nach einer Woche bot Klaus mir die Yacht zum Kauf an
und ich schlug nach kurzer Überlegung zu. Was sollte ich tun? Nach Deutschland
zurück gehen und mit 66 wieder ein Geschäft anfangen, erschien mir unmöglich.
Nach Afrika zurück, zu Weib und Sohn, würde mir mit Sicherheit den letzten
Nerv rauben. Der bienenstockartige Zustand in meinem Haus, mit der ganzen
Verwandtschaft, die alle an meinem Speck nagen, würde garantiert in Mord und
Totschlag enden.
Als ich wieder im Besitz einer
Yacht war, sah der Horizont schon heller aus. Als ich Bavaria II soweit
segelfertig hatte, waren 3 Monate vergangen und ich segelte nach Victoria, der
Hauptstadt auf den Seychellen. Als 3 Zeitungen über mein Unglück berichteten,
bot ich zu gleich gerettete Dinge der Bavaria zum Kauf an. Sofort bekam ich
einen Anruf vom Zoll, die Veräußerung meines Yachtzubehörs sei verboten, da
ich dafür keine Einfuhrsteuer bezahlt hätte. Bei Zuwiderhandlung, drohte man
mir mit Gefängnisstrafe. Der absolute Hammer aber, sollte auf den Fuß folgen.
Als ich mich wegen der Ausklarierung und der Ausfuhr des Bootes erkundigte, traf
mich der Schlag. Da Klaus die Yacht nicht in den Seychellen registriert hatte,
verlangten sie erst Mals die Registrierung des Bootes. Dann müsste ich mir erst
Schiffspapiere auf meinen Namen besorgen und hätte dann 1200 Euro Ausfuhrsteuer
zu bezahlen. Dann kam das Nächste. Ich dürfe die Seychellen erst verlassen,
wenn das Wrack auf Marianne Island entsorgt ist. Kostenpunkt, 1300 Euro pro
Stunde, die Dauer der Bergung sei ungewiss. Wut entbrannt über einen so
ausnehmirischen Staat, der nur Augen für Millionäre hatte, segelte ich nach La
Digue zurück. Den geborgenen Masten, verkaufte ich Cheffry für einen Apfel und
Ei und in der Nacht beluden wir das Schiff, mit dem geborgenen Equipment von der
Bavaria. Am nächsten Morgen ging ich in die Reparatur-Werkstatt und holte mir,
nach längerem Krieg mit der Polizei, mein kleines Motorrad ab. Kaum verladen
auf der Yacht, machte ich die Flitze.
Zurück
in die neue Heimat.
Um
der Verfolgung durch die Costguard zu entgehen, segelte ich erstmals 30 Stunden
nach Norden und richtete dann den Kurs nach Westen, Richtung Kenia. Doch die Götter
mit ihrem oft grausamen Einfallsreichtum, sollten mich nicht in Ruhe lassen.
Am 4. Tag kam starker Wind auf,
der sich später zum Sturm steigerte. 6-8 Meter hohe Wellen ließen mein Schiff
zum Spielball der Natur werden und jeden Tag ging was Neues kaputt. Erst zerriss
der Keilriemen vom Motor, dann löste sich der komplette UV-Streifen der Genua,
dann brach die Rollfock und die Umlenkung der Windsteueranlage und Schluss
endlich noch das Fall der Sturmfock. Von meinen körperlichen Blessuren ganz zu
schweigen, erinnert mich noch heute ein ausgeschlagener Zahn, von diesem Höllentrip.
Durch ungewollte Segelmanöver,
durch die 8 Meter hohen Wellen und Brüche an Segel und Windpilot, hatte ich
schon einige gefährliche Halsen hinter mir. Das Vorschiff wurde des öfteren,
von Brechern total überspült, wobei ich einige Male in heikle Situationen kam.
Hätte ich den 17 Meter langen Masten wie geplant mit genommen, wäre ich samt
dem Schiff unter gegangen.
Am 9. Tage musste ich mit Bestürzung
feststellen, dass ich meinen Heimathafen Kilifi nicht erreichen würde. Am 10
Tag schlichen sich dann schon starke Bedenken ein, noch den letzten Hafen vor
der somalischen Grenze zu erreichen. Sollte mir das nicht gelingen, würde dies
meinen sicheren Tod bedeuten. Sollte ich nicht an einem Riff zerschellen, würden
es die Somali-Piraten erledigen, die jedes Schiff ausrauben und sich der
Besatzung entledigen, die sich der somalischen Küste nähert.
Da nun der Äquatorialstrom, der
auf die Küste prallt, mit 4 Knoten von Süd nach Nord setzt, würde ich nicht
einmal Lamu erreichen. In Panik nahm ich den Motor zur Hilfe und steuerte
ununterbrochen 45 Stunden von Hand, da der Windpilot unter Motor nicht
funktionierte. Der Sturm wurde immer stärker, die Wellen immer höher, desto
mehr ich mich der Küste näherte. Nachts um 24 Uhr war ich dann in der Bucht
von Lamu, in die genau der Sturm reinblies. Ich hatte keine Detailkarte,
Einfahrtslichter brannten nicht und ein Notruf auf Kanal 16, wurde nicht gehört.
Die Wellen hatten sich durch das seichtere Wasser in der Bucht, auf eine Höhe
von 10 Meter aufgeschaukelt und die Yacht wurde einige Male mit dem
Masten auf das Wasser gelegt. Um mich herum herrschte Weltuntergangstimmung.
Jeglicher Versuch wieder aus dem Hexenkessel zu entfliehen, scheiterte an den
hohen Brechern. Bevor ich wieder auf ein Riff geschleudert würde, warf ich in
Panik 2 Anker. Ein Hexenschuss, hervor gerufen durch Unterkühlung, warf mich
dann gänzlich aus der Bahn. Bis zum Morgengrauen, in brodelnder See, quälten
mich dann noch zusätzlich, fürchterliche Magenschmerzen. Am Morgen stellte ich
an der weißen Brecherwalze fest, dass ich 100 Meter vor einem Riff die Anker
geworfen hatte. Um haaresbreite, hätte ich mein 2. Schiff verloren. Bei
Tageslicht die Einfahrt zu finden, war dann relativ einfach.
Die Einheimischen sprachen vom
Sturm, noch nie zu vor gekanntem Ausmaßes.
2
Tage später stellte ich dann fest, das im Masttop, 2/3 des Vorstag gebrochen
war. Noch ein paar Stunden länger, in dem Inferno und ich hätte den Mast
verloren.
Über
meine 20 jährige Odyssee um den Globus, werde ich ab September 2007, in 2 Dia
Multivisions-Vorträgen berichten. Die Termine entnehmen sie meiner Homepage:
E:mail: sy-bavaria@t-online.de
Tel.: 09461 4366
Mobil: 015774102736
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